Titel: Fabrikation der Stahlknöpfe von Hr. Schey.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1826, Band 20, Nr. LXXXIV./Miszelle 2 (S. 311)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj020/mi020084_2

Fabrikation der Stahlknöpfe von Hr. Schey.

Man bringt den Gußstahl zuerst auf den Zustand von reinem Eisen zurük, und schneidet ihn mit einer Scheere in Stüke von der Größe jener Gegenstände, die man prägen will; diese Stüke. bringt man lagenweise mit Eisenfeile in einen Tiegel, bis dieser ungefähr auf 6 Linien vom Rande gefüllt ist, hierauf trägt man eine etwas dike Lage Eisenfeile auf dieselben, und bringt eine Eisenplatte darauf, welche in den Tiegel hineinpaßt. Dieser Tiegel wird verkittet, und mit einer zweiten Eisenplatte bedekt, welche durch mehrere Eisen-Drähte festgehalten wird, die durch einen Ring von dikem Eisendrahte, der sich an dem mittleren Theile des Tiegels befindet, gekreuzt und befestigt werden. In diesem Zustande wird der Tiegel in einen irdenen, runden und gewölbten Ofen gebracht, der mit Holzkohlen und Steinkohlen geheizt wird. Das Feuer muß beyläufig 60 Stunden lang fortgesezt werden.

Wenn der Stahl den gehörigen Grad von Hize erhalten hat, so läßt man ihn abkühlen, und trennt ihn hierauf von der Eisenseile, welche nur eine einzige Masse mit ihm ausmacht, und welche zu einer neuen Operation benüzt werden kann.

Die von der Eisenfeile gereinigten Stüke Stahl werden, nachdem sie zugerichtet worden sind, auf jener Fläche, welche das Gepräge bekommen soll, polirt, und hierauf mit dem Drukwerke geschlagen; nach dieser Operation werden sie durchstochen und nach den verschiedenen Mustern ausgearbeitet etc. wenn sie zum Hätten hergerichtet sind, werden sie schichtenweise mit geflossener und gesiebter Kohle in einen Tiegel oder in eine Büchse von Gußeisen gebracht) dieß muß immer in Schichten geschehen, damit die Cämentation alle Theile gleichförmig durchdringt; sie werden hierauf auf die gewöhnliche Weise erhizt und gehärtet. Aus dem 10ten Bande des Brevets d'invention im Bulletin de la Société d'encouragement. 1826. Jänner p. 16.

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