Titel: Hm. Horman Schroder's Filtrum.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1826, Band 20, Nr. CVI./Miszelle 24 (S. 411–412)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj020/mi020106_24
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Hm. Horman Schroder's Filtrum.

Dieses Filtrum, worauf Hr. Horman Schroder, Krämer zu Hackney, am 11. August 1824 sich ein Patent ertheilen ließ, besteht aus einem weiten, der Lange nach gefalteten, Sake, der in einem Gehäuse aus Metall, Holz, oder Gradel (ticken) oder anderem Stoffe, welches etwas länger ist, stekt, damit der Sak nicht zerrissen wird, wenn er darüber hinaus getrieben wird. Ein Gehäuse aus Gradel (Bettzeug, ticken) verdient der Wohlfeilheit wegen den Vorzug, und Calico dient am besten zum Sake. Der Patent-Träger beschreibt einen Sak, der 2 Fuß tief ist, und 6 Fuß im Umfange hält, und gibt dem Gehäuse nur ein Drittel dieser Weite, damit der Sak darin beständig in Falten bleibt. Ein kegelförmiger metallner Trichter mit einer Schraube an seinem dünneren Ende verbindet den Sak und sein Gehäuse mit einem über denselben angebrachten Fasse, in dessen Boden das dünnere Ende des Trichters eingeschraubt ist; der Filtrir-Sak und sein Gehäuse sind mit dem Trichter mittelst eines Ringes verbunden, der etwas enger ist, als der weitere Theil desselben, der zuerst über dessen Hals gethan wird; das Gehäuse und der Sak wird dann zwischen dem Ringe und dem Trichter aufgezogen, über den ersteren gekehrt, und darunter auf irgend eine schikliche Weise befestigt. Dadurch wird der Sak desto dichter an den Trichter angeschlossen, je schwerer das Gewicht der darin enthaltenen Flüßigkeit ist.

Mehrere solche Filtra können an dem Boden desselben Fasses befestigt werden, nur dürfen sie einander nie berühren, wenn sie voll sind. Es können auch mehrere Säke in einander gestekt werden, um reiner zu filtriren und der Gefahr von Löchern vorzubeugen. Auch Nezwerk kann als Gehäuse hierbei dienen, und hat noch Vorzüge voraus vor den übrigen Materialien. (Vergl. Repertory of Arts, Supplement a. a. O. S. 467.)

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