Titel: Ueber Hrn. Alchorne's Weberstuhl.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1826, Band 20, Nr. CVI./Miszelle 25 (S. 412–413)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj020/mi020106_25

Ueber Hrn. Alchorne's Weberstuhl.

Wir haben neulich diesen Weberstuhl aus dem Glasgow Magazine, N. 107. mitgetheilt. In demselben Journale, N. 113. bemerkt ein Hr. GG. zu Calton, daß Hrn. Alchorne's Weberstuhl manche Schwierigkeiten darbiethet, und erinnert an einen anderen doppelten Weberstuhl, den er vor einiger Zeit bekannt machte, und in welchem man, nach dem Doppeltuch-Principe, zwei, drei und mehr Ketten auf Ein Mahl in dem Stuhle aufziehen kann, die dann nur aufgeschnitten werden dürfen, wie jene, wo zwei Stüke der Breite nach gearbeitet werden.

Diese Vorrichtung läßt sich an Dampfstühlen eben so gut, wie an Handstühlen, anbringen, und an lezteren sogar noch besser, indem dadurch doppelt so viel Arbeit erzeugt wird, welche auf den Handstühlen besser ausfällt, als auf den Dampfstühlen, und dadurch die Handarbeiter wenigstens einen Theil des Verlustes hereinbringen läßt, den sie durch die Dampfstühle erlitten.

Er betrachtet, nach seinem Plane, das Gewebe so, als ob es zu 10°° verarbeitet werden sollte; dieß gibt für zwei Breiten oder zwei Ketten in Einem Stuhle 2000 Maschen oder Augen, auf vier Blätter. Es muß daher doppelt so viel Kette, als man für 10°° braucht, geschoren, und auf Einem Garnbaume aufgezogen werden. Das Garn wird durch die Maschen in dem sogenannten geraden Ueberzuge (straight-over-draught) eingeschirrt, d.h., der erste Faden in das Hinterblatt, der zweite in das nächste, der dritte wieder in das nächste, und der vierte in das vorderste. Hierauf wird die Kette durch ein Rietblatt von 10°°, vier Faden durch jeden Zwischenraum, oder, besser, zwei Faden durch ein Rietblatt von 20°° geführt.

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Das Schnüren ist durch folgende Figur dargestellt:

Textabbildung Bd. 20, S. 413

Die Räume, ABCD, sind die Geschirre, und die darin eingezogenen Faden, 1, 2, 3, 4 die Schämel, o die aufsteigenden und + die niedersteigenden Schnüre. Die Schämel sind durch Zahlen in der Ordnung bezeichnet, in welcher sie getreten werden müssen, der Weber kann sie aber nach seiner Bequemlichkeit wechseln.

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