Titel: Ueber freie Einfuhr der Waaren, die man im Lande erzeugen kann,
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1826, Band 20, Nr. CVI./Miszelle 29 (S. 413–414)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj020/mi020106_29
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Ueber freie Einfuhr der Waaren, die man im Lande erzeugen kann,

hatten deutsche Zeitschriften den undeutschen Sinn gehabt, die Vorstellung der Meklenburgischen Stände als Muster zu empfehlen, die dahin gerichtet ist, freie Einfuhr aller Produkte, die man im Inlande erzeugen kann, von der Regierung zu fordern. Mögen die Meklenburgischen Stände in ihrem dünnen, an dem Ufer der Ostsee hingezogenen Lande auch alles Interesse daran finden, ihre, lediglich in Getreide und Vieh, bestehenden Erzeugnisse abzusezen, und Ochsen und Futter gegen die Industrie ihrer Nachbarn und der übersee'schen Staaten auszutauschen, so kann das Interesse dieses kleinen Staates nie einem binnenländischen Staate von zweiter Größe als Muster vorgehalten werden, der Hunderte von Fabriken beschäftigen kann, während Meklenburg kaum ein halb Duzend, wohl aber Hunderte von Schiffern und Tausende von Viehhirten zu benüzen vermag. Wir empfehlen diesen deutschen Zeitschriften mehr deutschen, und vor Allem mehr vaterländischen Geist. Sie sollen Villele's Rede in der Deputirten-Kammer eben so abdruken lassen, wie die Meklenburg'sche Supplik, damit sie zeigten, sie fühlen, was ein weiser Finanz-Minister zu beherzigen hat.

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