Titel: Mittel zur Vertilgung der Insecten.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1826, Band 20, Nr. CXLII./Miszelle 14 (S. 589–590)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj020/mi020142_14

Mittel zur Vertilgung der Insecten.

Im Edinburgh philosophical Journal N. 27. S. 135, theilt Hr. Dr. Th. S. Trail einen kurzen Aufsaz über Sicherung zoologischer Sammlungen gegen die Verheerungen der Insecten mit. Nachdem er die Unbrauchbarkeit und Schädlichkeit des Arseniks und Queksilbersublimates zu diesem Zweke gezeigt (er hätte zugleich auch der Gefährlichkeit der Anwendung dieser Mittel erwähnen sollen), und die Nuzlosigkeit des von Hrn. Temminck zu diesem Zwecke empfohlenen Talges, so wie des Kampfers, erwiesen hat, empfiehlt er, nach Hrn. Will. Gibson's Erfahrungen, retificirtes Terpenthin-Oehl als das verlässigste Mittel dagegen. Seine Methode sich desselben zu bedienen ist, dieses Terpenthin-Oehl in eine Blase zu geben, diese fest zuzubinden, und in den Kasten oder in das Gehäuse zu hängen, in welchem die Thiere aufbewahrt werden. Für größere Kasten reicht eine Schweins- oder Schafsblase, für mittlere eine Lamms- oder Kaninchen-Blase, für kleinere eine Ratten-Blase hin. Der starke Geruch, der aus der Blase in die Kasten dringt, tödtet die Insecten, für welche Terpenthin-Oehl nach Hrn. Gibson's und Trail's Erfahrungen, |590| Gift ist. Um Insecten, die man für die Sammlung fängt, schnell zu tödten, darf man bloß die Spize der Nadel in Terpenthin-Oehl tauchen. Hr. Dr. Trail meint, daß man sich desselben Mittels auch mit Vortheil zur Aufbewahrung der Pelzwerke bedienen könnte.

Merkwürdig ist es, daß der Redacteur dieses Journals bemerkt, das man sich auf Ceylon des Terpenthin-Oehles als Mittel gegen die Wanzen bedient, und vorschlagt, sich desselben auch in England zu diesem Zweke zu bedienen. Man scheint also in England nicht zu wissen, daß dieses Mittel bei uns auf dem festen Lande nur zu sehr zu diesem Zweke gebraucht wird, indem es leider nur zu sehr stinkt, und dadurch Leuten mit feinen Geruchs-Organen eben so lästig, als für die Gesundheit derselben nachtheilig wird.

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