Titel: Neue Gloken.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1826, Band 20, Nr. CXLII./Miszelle 16 (S. 590)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj020/mi020142_16

Neue Gloken.

Zu einer Zeit, wo ganz Europa auf dem Puncte ist in die Kling-Klang-Insel des guten alten Dechantes Rabelais verwandelt zu werden, ist es der Mühe werth, so wohlfeile Gloken als möglich zu verfertigen. Vor wenigen Monaten ließ sich ein Amerikaner ein Patent auf neue Gloken ertheilen, die vier bis fünf Mahl wohlfeiler zu stehen kommen, als die jezt gewöhnlichen. Diese Gloken sind ein Dreiek aus Gußstahl-Stangen, das an irgend einem Winkel aufgehängt wird. Drei Hämmer von verschiedener Größe, die in der Mitte desselben angebracht sind, schlagen auf die Basis desselben. Der dadurch entstehende Ton ist so laut und angenehm, wie an den besten Gloken. – Die Biblioteca italiana (März 1826, ausgegeben am 10. Mai l. J.) bemerkt S. 447., daß man sich im Oriente eines solchen Triangels seit undenklicher Zeiten statt der Gloken bedient, und daß auch die Neugriechen, indem die Türken die Gloken durchaus nicht leiden können, solche Triangel statt der Gloken spielen lassen.

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