Titel: [Guillaume's, verbesserter Pflug.]
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1826, Band 21, Nr. LXXI. (S. 310–311)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj021/ar021071

LXXI. Verbesserter Pflug des Hrn. Guillaume, Grundeigenthümer zu Remonville (Ardennes).

Aus dem X. B. der Description des Machines et Procédés spécifiés dans les Brevets d'Invention, de Perfectionnement et d'Importation S. 16.

Mit Abbildungen auf Tab. VII.96)

Die Verbesserung an diesem Pfluge, (auf welchen der Patent-Träger sich am 13. Februar 1817 ein Patent ertheilen ließ), besteht vorzüglich in größerer Leichtigkeit des Zuges, und im Baue des Streichbrettes: zwei wesentliche Puncte an einem guten Pfluge.

Fig. 6. zeigt einen einfachen Pflug im Aufrisse.

Fig. 7. einen Aufriß eines Doppel-Pfluges. Es ist ganz derselbe, wie der erste, nur daß noch ein zweiter Pflug daran angebracht ist.

Fig. 8. das Vordergestell im Aufrisse und von vorne.

Der Zug geschieht in der Richtung, A: B, Fig. 7. und, C, D, Fig. 6. Die Puncte, A und C, bezeichnen jene Stellen, an welchen man die Strange an den Kummten der Pferde befestigt, so daß der Pflug durch sein Vordergestell gezogen wird, was bei den gewöhnlichen Pflügen, wie man an den punctiren Linien sieht, nicht der Fall ist.

Die Pferde ziehen hier beinahe noch ein Mahl so hoch, als an den gewöhnlichen Pflügen, und die Richtung des Zuges hängt von der Höhe der Thiere ab, die vor den Pflug gespannt sind: sie werden mit ganzer Kraft arbeiten können, und sich weder den Naken, noch die Schultern verwunden, wie dieß gewöhnlich geschieht.

Das Vordergestell ist mit dem Hinteren mittelst einer kleinen Kette verbunden, die an jedem ihrer Enden mittelst eines Zaumes festgehalten wird. Einer dieser Zäume ist an dem Pflugbaume befestigt, welcher der Hauptpunct bei dem Zuge ist, und der andere an dem Ende der Deichsel des Vordergestelles: ein |311| Seil, oder eine oder zwei Eisenstangen könnten diese kleine Stange ersezen.

Da das Streichbrett in Fig. 6 und 7. vollkommen keilförmig ist, so dringt es desto leichter in die Erde ein.

Der kleine Bock (breilly), Fig. 8., der mittelst zweier Bolzen auf dem Querholze, F: F, ruht, dient sehr gut, um den Pflugbaum zu halten, und das Wanken desselben in der Erde zu hindern. Der Pflüger kann, ohne aus den Sterzen herauszutreten, in ruhigem Gange die Bolzen des Bockes nachlassen oder anziehen, um nach Belieben den Pflug in der Erde fest zu halten; er kann den Pflug selbst tiefer in die Erde einsenken, ohne aus den Sterzen zu treten, indem er die zwei kleinen Zapfen, G, die durch die Leisten, H, Fig. 7. laufen, anders richtet.

Der Bock, der hier aus Holz ist, kann auch aus Eisen, oder selbst aus Striken gemacht werden.

Dieser Pflug findet sich auch in den Annales de l'Industrie beschrieben, April, 1826. S. 24, und wird daselbst als seit 8 Jahren allgemein gepriesen, empfohlen. A. d. Ueb.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Tafeln


Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: