Titel: Estriche nach Derbyshire-Art.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1826, Band 21, Nr. XV./Miszelle 20 (S. 89)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj021/mi021015_20

Estriche nach Derbyshire-Art.

Hr. W. Duesbury theilt in Hrn. Gill's techn. Repository, April 1826. S. 240. folgendes Verfahren aus Derbyshire mit, dauerhafte Estriche zu bereiten. Man nimmt die glasartigen Schlaken, die auf den Bleihütten nach dem Waschen derselben auf der Stampfmühle übrig bleiben, zu vier Theilen auf Einen Theil sorgfältig gelöschten Kalkes, rührt dieses Gemenge mit Wasser zu gehöriger Consistenz an, und breitet es auf dem Boden, auf welchem man den Estrich bilden will, nachdem er vorläufig mit zerstoßener Steinkohlen-Asche überlegt wurde, sorgfältig aus. Während des Troknens stampft man ihn von Zeit zu Zeit mit einem hölzernen Stößel, um ihm die gehörige Harte zu geben. Wenn das Estrich beinahe troken ist, ebnet und glättet man es dadurch, daß man einen flachen und schweren runden Stein mit einem Griffe darüber hinzieht. Wenn dieses Estrich für ein oberes Stokwerk hergerichtet werden soll, so wird über die Dielen zuerst eine Lage Stroh ausgebreitet, und hierauf sodann obiges Gemenge aufgetragen. Diese Estriche sind außerordentlich dauerhaft; Hr. Duesbury erzählt einen Fall, wo ein solches Estrich in einem kleinen Zimmer bei einer Dike von 2 1/2 Zoll auch dann noch fest hielt, als das Holz, auf welchen dasselbe, freilich in der Mitte etwas gewölbt, aufgetragen wurde, bereits darunter weggefault war. Es ist kein Zweifel, daß die Schlaken anderer Hütten- und Hammer-Werke eben so benüzt werden konnten.

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