Titel: Ueber das Tragen des Tornisters.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1826, Band 21, Nr. XV./Miszelle 25 (S. 90–91)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj021/mi021015_25

Ueber das Tragen des Tornisters.

Ein alter Soldat beschreibt im Mechanics' Magazine, N. 139. S. 420. eine bequemere Methode, den Tornister zu tragen, als die gegenwärtige, die ihn nicht nur unter den Achseln so oft wund drükt, lähmt und unbrauchbar für das Gefecht, sondern auch durch das Zusammendrüken der Brust zum Blutspeien und Lungenkranken für den ganzen Rest seines Lebens macht. Es sind ein Haar Stahl-Federn, die über die Schultern laufen, und rükwärts in ein Paar Haken enden, in welche der Tornister eingehäkelt wird; diese Federn brauchen nicht diker zu seyn, als das Fischbein des Mieders einer Coquette. Diese Federn dienen zugleich als Schuzwehr für den Krieger.

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Desaouliers hat vor 100 Jahren schon in seiner Physik gelehrt, daß der menschliche Körper leichter mit einer Last zu befrachten ist, die kein Elephant zu tragen vermag, als der Körper eines Elephanten; allein, wenn auch Feldherrn physische und mathematische Kenntnisse zu schäzen, zu fördern und zu benüzen wußten, so wußten doch diejenigen sie überall zu lähmen und zu unterdrüken, denen 1 = 3, und der Mensch nicht mehr als ein Stük, une piece, werth 300 fl. per Kopf ist.

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