Titel: Spielarten von Seidenraupen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1826, Band 21, Nr. XV./Miszelle 30 (S. 92)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj021/mi021015_30

Spielarten von Seidenraupen.

In Piemont zieht man zweierlei Seidenraupen; die gemeinste ist die gelbe, die seltenere die weiße in der Nachbarschaft von Novi. In Frankreich ließ die Regierung vor 50 Jahren noch eine dritte aus China kommen, die eine sehr weiße Seide liefert. Hr. Bonafous hat leztere, und die weiße von Novi Vergleichungsweise gezogen, und sich überzeugt, daß der etwas höhere Preis der Seide jener Raupen, die vor 50 Jahren aus China kamen, vor der Seide der weiß spinnenden Raupen um Novi den geringeren Ertrag der Seide der ersteren nicht ersezt. (Bulletin universel und Biblioteca italiana, April 1826. S. 127.)24)

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Wir wollen bei dieser Gelegenheit hier ein Werk empfehlen, dessen Verfasser als ein sehr feiner Beobachter sowohl seinen Landsleuten, als uns bekannt ist; nämlich die Recherches historiques et statistiques sur le murier, les vers à soie et la fabrication de la soierie particuliérement à Lyon etc., par L. F. Grognier. 8. Lyon. 1825.“ Man wird hieraus ersehen, daß die Maulbeerbäume, welche der gute Henry IV. um seine Tuillerien pflanzte, nicht mehr unter Ludwig XIV. vorhanden waren; daß auch die neuen Pflanzungen, die Ludwig's weiser Minister, Colbert, anlegen ließ, wieder zerstört wurden; und daß jezt, seit der Revolution und seit Napoleon, dem Großen, Frankreich's Seidenfabriken blühender sind, als die des ehemahligen Italien. Tandem bona causa triumphat!

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