Titel: Ueber Schmelztiegel für Messing-Gießer, und überhaupt wo mit Fluß geschmolzen werden muß.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1826, Band 21, Nr. XXXIII./Miszelle 11 (S. 187)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj021/mi021033_11

Ueber Schmelztiegel für Messing-Gießer, und überhaupt wo mit Fluß geschmolzen werden muß.

Hr. Gill erzählt in seinem technical Repository, N. 52. S. 237., daß er einen sehr verständigen Messinggießer Hrn. Anstey's Schmelztiegel empfahl (polyt. Journ. leztes Heft S. 115.), der dieselben wohl allerdings für Gußeisen, nicht aber für Kupfer- und Zink-Compositionen, oder bei Flüssen überhaupt für brauchbar erklärte, weil sie zu porös sind.

Dieser Messinggießer sagte Hrn. Gill, daß er sich seine Tiegel aus frischem Stowrbridge-Thon, 1/2 Theil) aus zerbrochnen Schmelztiegeln, 1/4 Theil; aus 1/8 harter Koks, und, um die Poren zu schließen, aus 1/8 Pfeifen-Thon verfertigt. Er bemerkte ferner, daß er, um denselben mehr Dichtigkeit zu geben, immer den trefflichen Rath des berühmten Glauber befolgte, und sie mittelst einer Schraubenpresse so stark als möglich zusammenpreßte. Er versicherte, daß, wenn anders diese Tiegel immer heiß gehalten werden, sie 14 Tage lang dauern, ohne Zink oder Fluß durchzulassen.

Wenn er Zink- und Kupfer-Verbindungen schmilzt, schmilzt er zuerst das Kupfer, welches er leicht mit einem Flusse aus Salz oder Salpeter bedekt. Dann stoßt er den Zink unter die Oberfläche des Kupfers, und vermeidet auf diese Weise den Verlust des Zinkes durch Oxidation.

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