Titel: Ueber das Bablah oder den orientalischen Garbestoff (tannin oriental),
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1826, Band 21, Nr. XXXIII./Miszelle 20 (S. 190–191)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj021/mi021033_20

Ueber das Bablah oder den orientalischen Garbestoff (tannin oriental),

welches man im Journal du Commerce, 1825. 4. October, als ein weit vorzüglicheres Farbe- und Garbe-Mittel, als die Gallapfel empfahl, hat Hr. Roard im Bulletin de la Société d'Encouragement N. 250. S. 60. Bericht erstattet, und gefunden, daß:

1) dieses Bablah nach des vortrefflichen Botanikers Bosc Bestimmung nichts anderes, als Mimosa arabica ist. (Bekanntlich liefern die Hülsen mehrerer Mimosen und Accacien, wie Mimosa Catheca, Acacia Caven, farnesiana etc. sehr viel Garbestoff, den man zum Braun- und Schwarzfarben verwendet.)

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2) daß die ganze Hülse des Bablah, als schwarzer Färbestoff, in gleichet Menge mit den Galläpfeln angewendet, keine schwarze Farbe, sondern nur ein dunkles Karmelit gibt.

3) daß die Hülse allein, ohne Samen, zwar eine schwarze Farbe gibt; daß diese Farbe aber, verglichen mit jener der Gallapfel, wenn man von beiden Stoffen gleich viel nimmt, immer in's Grauliche mit einem Stiche in's Gelbliche schillert, und theurer zu stehen kommt (ungefähr wie 390 : 260.)

4) daß die Samen des Bablah, die Ein Drittel des ganzen Gewichtes der Hülse betragen, in gleicher Menge, wie Gallapfel angewendet, nur eine dunkle rußige Farbe geben, kein Schwarz.

5) daß endlich die durch die Hülse des Bablah entstandene schwarze Farbe der Einwirkung heißer Seifenauflösung und schwacher Säuren unter derselben Temperatur nicht so gut zu widerstehen vermag, als die schwarze Farbe aus Galläpfeln.

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