Titel: Neue zusammenziehende Farbe-Substanz, Algarovilla genannt.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1826, Band 21, Nr. LXI./Miszelle 25 (S. 283)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj021/mi021061_25

Neue zusammenziehende Farbe-Substanz, Algarovilla genannt.

Aus Peru und anderen Gegenden von Süd-America erhalten wir unter dem Nahmen Algorobilla oder Algarovilla erquetschte Hülsen; sie bilden bräunliche Massen; welche aus kleinen, linsenförmigen schwärzlichen Bohnen, und aus den holzigen Ueberresten der Hülsen bestehen, die durch einen braunen Saft von höchst herbem und zusammenziehenden Geschmake mit einander verbunden sind. Diese Hülsen scheinen von einer Acacia und zwar von der Inga-Marthae zu kommen; sie sind etwas sichelförmig gekrümmt, zusammengedrükt, 3–4 Zoll lang, braun, und enthalten, nebst den Samen, einen bräunlichen zusammenziehenden und gummiartigen Saft. Wahrscheinlich läßt sich diese Substanz, wie die Galläpfel, zum Schwarzfarben in Färbereien, Hutmachereien etc. benüzen. Mit den Schoten von Bablah oder Babela, (wahrscheinlich von Mimosa Cineraria) gelang es bereits Zeuge schon schwarz zu färben. – Die Pflanzen, welche man in Peru und Chili Algaroba nennt, geben süßliche, dem Johannisbrote (Garoba) ähnliche, Hülsen, und kommen von verschiedenen Ingen, Mimosen, Prosopis. (Aus dem Journal de Pharmacie. 1826. Juni p. 296.)

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