Titel: Vorzüge der französischen Seiden- und indischen Baumwollen-Waaren vor den englischen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1826, Band 21, Nr. LXI./Miszelle 5 (S. 276)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj021/mi021061_5

Vorzüge der französischen Seiden- und indischen Baumwollen-Waaren vor den englischen.

Hr. Allsop bemerkt in einem Schreiben dd. Madras, 5. Sept. 1825, an Hrn. Gill in dessen Techn. Repos. Junius 1826, S. 289, daß französische Seidenzeuge in Ostindien 12 bis 15 Monate lang so schön blieben, als ob sie erst aus Europa gekommen wären, während englische, vorzüglich weißer Atlas, ganz und gar untauglich zu Kleidungs-Stüken werden: die weißen Seidenzeuge werden gelb, und die farbigen sind alle abgeschossen. Diese Ursache scheint ihm größten Theils in der verschiedenen Behandlung der rohen Seide bei dem Entschälen derselben zu liegen, und in dem Schwefeln. In Indien verfertigte weiße Zeuge sind zwar nicht so schön weiß, wie die englischen und französischen, halten aber ihre Weiße langer, so wie auch die in Indien gefärbten Zeuge weniger schießen. Auch die englischen Baumwollen-Zeuge werden gelb, und lassen sich auf keine Weise mehr weiß waschen; sie bekommen überdieß durch Waschen eine Menge kleiner Löcher, so daß ein indisches Stük Weiß-Baumwollenzeug drei englische aushält. Dafür ist aber die englische Waare weit wohlfeiler und schöner gewebt. Der Fehler bei der englischen Waare besteht demnach bloß in der schlechten englischen scharfen Bleiche; vielleicht auch in dem außerordentlichen Zusammenpressen der Waare bei dem Paken, wodurch zwar auf Schiffen Raum gewonnen wird, die Waare selbst aber leidet.

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