Titel: Härtung der Präge-Stämpel aus Stahl.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1826, Band 21, Nr. CXLVII./Miszelle 14 (S. 557–558)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj021/mi021147_14

Härtung der Präge-Stämpel aus Stahl.

Hr. Adam Eckfeldt ist der erste, der folgende Methode, stählerne Präge-Stämpel zu härten, mit Erfolg anwendete. Er brachte auf dem obersten Theile seines Hauses ein Gefäß an, das 200 Gallons Wasser hielt, ungefähr 40 Fuß über der Stube, in welcher er seine Präge-Stämpel härtete. Aus diesem Gefäße leitete er das Wasser durch eine 1 1/4. Zoll im Durchmesser haltende Röhre herab, welche unten mit einem Hahne und mit Spizen von verschiedener Größe versehen war, um den Durchmesser des Wasserstrahles darnach zu bestimmen. Unter einer dieser Spizen wurde der glühende Stämpel so angebracht, daß das Wasser unmittelbar auf die Mitte seiner oberen Fläche fiel. Er machte den ersten Versuch im Jahre 1795, und seit dieser Zeit wird dieses Verfahren in der Münze beständig angewendet, ohne daß es jemahls mißlungen wäre.

Auf diese Weise wird der Stämpel so hart, daß er dem Druke, welchem er ausgesezt ist, vollkommen widerstehen kann, und der mittlere Theil desselben, der sonst der weichste war, wird auf diese Weise der Härteste. Dieser so gehärtete Theil liegt, wenn man ihn absondert, in einem Kugel-Segmente, und ruht in dem unteren weicheren Theile, wie in einem Teller: die Härte nimmt also ab, so wie man sich der Basis desselben nähert. Stämpel, die auf diese Weist gehärtet sind, behalten ihre Form, |558| bis sie beinahe abgenüzt sind. (Aus dem Franklin's Journale in dem Annals of Philosophy, August. 1826. S. 154. London Journal of Arts. August. S. 35.)

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