Titel: Schwedische Spreng-Methode.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1826, Band 21, Nr. CXLVII./Miszelle 15 (S. 558)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj021/mi021147_15

Schwedische Spreng-Methode.

Die schwedischen Bergleute suchen auf folgende Weise bei ihrer Spreng-Arbeit Pulver zu ersparen. Wenn sie z.B. ein Loch in das Gestein gebohrt haben, welches, bei der gewöhnlichen Art zu sprengen, 9 Zoll Pulver fordern würde, bringen sie in der Entfernung von 4 Zoll vom Grunde desselben ein Stük Papendekel an, das genau in dieses Loch paßt, und mittelst eines dünnen Stäbchens in dieser Lage erhalten wird. Auf diesen Pappendekel füllen sie die noch übrigen 5 Zoll Pulver auf, rammen dasselbe auf die gewöhnliche Weise ein, und zünden es hierauf, wie gewöhnlich, an. Sie ersparen auf diese Weise nicht bloß Pulver, sondern das wenige, was sie anwenden, wirkt auch weit stärker, ungefähr so, wie die Ladung einer Flinte den Lauf zerreißt, wenn sie nicht mit dem Ladstoke gehörig eingestampft ist, indem die in dem hohlen Raume enthaltene Luft durch die Hize, die sich bei dem Abfeuern entwikelt, ausgedehnt wird, und so den Lauf sprengt. Die Ersparung am Pulver beträgt 4/9 (Mechanics' Magaz. 29. Julius S. 206.)

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