Titel: Busk's, Verbesserung im Forttreiben der Schiffe, Bothe und anderer Fahrzeuge.
Autor: Busk, William
Fundstelle: 1826, Band 22, Nr. XLVI. (S. 216–217)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj022/ar022046

XLVI. Verbesserung im Forttreiben der Schiffe, Bothe und anderer Fahrzeuge, worauf Wilh. Busk, Esq. in Broadstreet, City of London, sich am 4. Novemb. 1824 ein Patent ertheilen ließ.82)

Aus dem London Journal of Arts. August 1826. S. 6.

Mit Abbildungen auf Tab. V.

Diese Verbesserung besteht in Anwendung elastischer Platten an den Seiten und am Hintertheile des Schiffes, welche sich so, wie ein Fischschweif, und wie Floßen, wenn der Fisch schwimmt, bewegen, und auf diese Weise das Fahrzeug vorwärts bringen sollen.

Fig. 36. ist eine horizontale Ansicht eines Theiles des Fahrzeuges.

a, ist eine dünne Metallplatte, die man von der Kante sieht, und die mittelst Seitenbändern an ihrem Hintertheile an einer senkrechten Spindel, b, (Fig. 37.) befestigt ist, die sich in Zapfen dreht. An dieser Spindel befindet sich ein Arm oder Hebel, c, um die Platte hin und her zu bewegen, und so einen Seitendruk gegen das Wasser zu erzeugen.

Die krummen Linien, welche die elastische Platte auf ihrem Durchgange durch das Wasser beschreibt, sind in Fig. 38. durch Puncte bezeichnet. Die Platten, d, d, an den Seiten des Schiffes sind auf ähnliche Weise vorgerichtet, wie die Platte, a, und ihre Spindeln drehen sich auf Zapfen hin und her, und erhalten ihre Seitenbewegungen durch die Arme, e, e. Die Arme und der Hebel, c, können an einer Dampfmaschine mit abwechselnder Bewegung angebracht werden, oder an irgend einer anderen Triebkraft, oder auch mit der Hand bewegt werden.

Fig. 39. zeigt eine andere Methode, eine elastische Platte anzuwenden, und das Fahrzeug mittelst derselben zu treiben. Hier ist die Platte, a, horizontal angebracht, und an einer senkrechten Spindel befestigt, die in einem Gestelle, b, auf und nieder steigt, und, da sie durch ein Gefüge an der Kurbel, |217| c, befestigt ist, steigt sie, wie die Kurbel sich dreht, im Wasser auf und nieder. Sie biegt sich hier auf die oben beschriebene Weise, und erzeugt dadurch einen Widerstand gegen das Wasser, wodurch das Fahrzeug vorwärts getrieben wird.

Eine andere Vorrichtung ist in Fig. 40., wo zwei elastische Platten, a, a, an einem Arme, b, angebracht sind, und sich um eine Central-Achse, c, mittelst eines Laufbandes drehen, welches von den sich drehenden Theilen einer Dampfmaschine um die Rolle, oder den Läufer, d, läuft. Die schiefen Flächen der sich biegenden Platten drüken gegen das Wasser, so wie sie sich drehen, und treiben das Fahrzeug dadurch vorwärts. Aehnliche Platten lassen sich auch an den Seiten des Schiffes anbringen.

Fig. 41. zeigt ein Fahrzeug mit flachem Boden für einen Canal. Es werden hier Seitenbretter (lee-boards) nach einem neuen Plane angebracht, a, ist ein solches Seitenbrett aus einer elastischen Platte, welches an seinem Hintertheile mittelst starker Bänder mit einer senkrechten Büchse, b, verbunden ist. Diese Büchse hat einen Zahnstok, in welchen ein Zahnrad, c, eingreift: je nachdem dieses Rad gedreht wird, steigt die Platte, a, aus dem Wasser, oder wird in dasselbe niedergedrückt: ein Sperrkegel hält das Rad fest, wenn die Büchse still stehen soll. Der Patent-Träger glaubt das Fahrzeug dadurch im Canale vorwärts treiben zu können, was sich aber nicht wohl einsehen läßt.

Es ist sonderbar, daß hier des Patentes des Hrn. Busk vom 24. Junius 1824. (polyt. Journ. Bd. XIX. S. 237.) nicht erwähnt wurde. A. d. Ueb.

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