Titel: Downton's, Verbesserungen an Pumpen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1826, Band 22, Nr. LVI. (S. 284–286)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj022/ar022056

LVI. Verbesserungen an Pumpen, worauf Jonath. Downton, Schiffszimmermann zu Blackwall, Middlesex, sich am 18. Julius 1825 ein Patent ertheilen ließ.

Aus dem London Journal of Arts. N. 69. S. 357.

Mit Abbildungen auf Tab. VI.

Der Patent-Träger läßt drei Stämpel auf ein Mahl in einer Brunnenröhre arbeiten, um einen ununterbrochenen Wasserstrahl zu erhalten. Die Stämpelstangen laufen in einander, und da ihre oberen Enden mit besonderen Kurbeln auf einer sich drehenden Achse in Verbindung stehen, so steigt ein Stämpel nieder, während der andere aufsteigt.

Fig. 41. Tab. VI. zeigt diese Pumpe von außen mit ihren Kurbeln und Verbindungs-Stangen.

Fig. 42. ist ein Durchschnitt derselben, in welchem man die Lage der Stämpel sieht.

a, ist das Hauptrohr, in welchem das Wasser in die Pumpenröhre, b, b durch die Klappe, c, aufsteigt, sobald ein teilweise leerer Raum in der Brunnenröhre durch das Aufsteigen des unteren Stämpels, d, entsteht. Da nun der untere Theil |285| der Brunnenröhre mit Wasser gefüllt ist, so wird dieses, wenn der Stämpel, d, niedersteigt, frei durch die Klappe dieses Stämpels durchlaufen. Wenn aber dieser Stämpel, d, wieder gehoben wird, so schließt sich die Klappe und derjenige Theil des Wassers, der sich über derselben befindet, wird bis in die Mitte der Brunnenröhre gehoben, während neues Wasser aus der unteren Röhre emporsteigt, um den leeren Raum unter dem Stämpel auszufüllen.

Der mittlere Stämpel, e, steigt während der Zeit nieder, als der untere aufsteigt, und folglich dringt das Wasser, welches durch den unteren Stämpel gehoben wird, durch die Klappe des Stämpels, e. Während aber der Stämpel, e, wieder gehoben wird, schließt sich seine Klappe, und das Wasser wird hoher in der Röhre hinaufgehoben, und da der obere Stämpel f, gleichzeitig niedersteigt, so dringt das Wasser durch die Klappe desselben. Wenn aber endlich der obere Stämpel hinaufsteigt, so hebt er das Wasser bis an das obere Ende der Brunnenröhre, wo es bei, g, ausfließt, und zwar in ununterbrochenem Strahle durch die aufeinander folgende Wirkung der Stämpel, d, e, f.

Die Kraft, die die Stämpel treibt, es mag die Hand oder eine andere seyn, wird an der Kurbel-Achse, h, angebracht, auf welcher sich das Flugrad, i, befindet. Die Stange des untersten Stämpels, d, ist dicht, und steigt gerade durch die anderen Stämpelstangen empor, welche hohl sind.

Die Stange des Stämpels, e, ist eine hohle Röhre, die über der vorigen läuft, und innerhalb der hohlen Stange des Stämpels, f.

An den oberen Enden dieser Stangen sind Ringe oder Augen angebracht, j, k, l, für die Reibungsräder, m, n, und o, auf welche die Kurbeln der Hauptachse wirken.

In Fig. 41. sieht man, daß an die hohlen sich schiebenden Stangen, e, und, f, gekrümmte Stangen, p, und, q, angebracht sind, damit die Kurbeln darauf wirken können.

Durch das Umtreiben der Hauptachse, h, welche die drei Kurbeln führt, wirken die Reibungsräder derselben, m, n, u, o, auf die Ringe oder Augen, j, k, und, l, und heben oder senken nach und nach die Stämpelstangen, so daß dadurch die ununterbrochene Ausströmung des Wassers entsteht.

Das Repertory of Patent Inventions, welches |286| von diesem Patente in N. 14. S. 126, jedoch ohne Abbildung, Nachricht gab, bemerkt, daß, wenn eine Pumpe sehr lang ist, und bloß einen Saug-Stämpel hat, das Wasser bei jedem Niedersteigen der Stämpelstange mit großer Gewalt niederfallen wird, wodurch der untere Theil der Röhre eine Neigung zum Bersten erhält, und die Klappen selbst gebrochen werden können. Auch der Verlust des Momentes des Wassers selbst, welches zugleich bei einer solchen Pumpe Statt hat, muß die Menge des Wassers vermindern, die sonst, wenn das Wasser ununterbrochen ausströmte, herausgepumpt werden würde.

Man versuchte daher 1) durch Vorrichtungen, wie die des Patent-Trägers, durch Vereinigung mehrerer Drukpumpen, die durch eine Kurbel bewegt werden;

2) durch Verbindung einer Drukpumpe mit einer Hebpumpe, worauf Pemberton sich ein Patent geben ließ, (wovon im gegenwärtigen Bande S. 48. Nachricht gegeben wurde)95);

3) durch Bearbeitung zweier Büchsen in einer Röhre einer Hebepumpe, auf ähnliche Art, wie die des Patent-Trägers, aber mit festen Stangen, die etwas anders gestellt sind, wie in Nobles Patent, Repertory I. Series, S. 107, eine ununterbrochene Ausströmung zu erlangen.

Wir finden den Plan des Hrn. Downton besser, aber auch mehr zusammengesezt, und ziehen daher zwei Sauge-Stämpel dreien vor, welche zwei Stämpel, wenn sie durch einen Triebstok getrieben werden, der in Zahnstöke an den Stangen derselben eingreift, einen ziemlich ununterbrochenen Strom geben wird. Die engere Röhre, die hier, als in das Wasser hinabsteigend, gezeichnet ist, wird die Arbeit unnöthig erschweren, indem das Wasser durch die kleinere Oeffnung mit größerer Geschwindigkeit wird durchbrechen müssen: ein Fehler, den man bei metallnen Pumpen gewöhnlich begeht, und worauf wir aufmerksam machen wollen.“

|286|

Wo aber zwei Stämpel getadelt werden. A. d. U.

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