Titel: Deuchar's, neue sich drehende Dampfmaschine.
Autor: Deuchar,
Fundstelle: 1826, Band 22, Nr. LXXXI. (S. 377–379)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj022/ar022081

LXXXI. Neue sich drehende Dampfmaschine von der Erfindung des Hrn. E. C. Mitgetheilt von Hrn. Deuchar im Glasgow Mechanics' Magazine, N. 130. S. 244.

Mit Abbildungen auf Tab. VII.

Hr. E. C. schreibt an Hrn. Deuchar, daß er diese Zeichnung vor 18 Monaten entworfen hat, und daß er bisher noch keine Zeit fand, ein Modell darnach zu verfertigen, daß aber |378| ein solches in wenigen Wochen bei Hrn. Wilh. Fairservice, Optiker, N. 88, Gallowgate, zu sehen seyn wird, das entweder mit Dampf, oder mit zusammengedrükter Luft in Umtrieb gesezt werden wird.

Es sey in Fig. 15. A, ein Theil des Dampfkessels, oder es kann bei A, eine Röhre angebracht seyn, die den Dampf in einige Entfernung von dem Kessel leitet. Der Dampf gelangt durch einen Hahn mit dreifacher Oeffnung bei, C, in den inneren Raum zwischen die beiden Kreise der Zeichnung, wo ein Aufhälter bei, B, sich befindet, und der excentrische Halbkreis, F, P, G, welcher voll Löcher ist, um den Dampf nach, I, H, durchzulassen. H, ist eine schiebbare Klappe, die genau auf I, H, paßt, und sich in D, hineinschiebt: sie wird hineingetrieben, indem sie der Länge nach auf einer Seite auf, F, P drükt, und wenn sie in der entgegengesezten Richtung sich dreht, auf, G, P, wodurch das Rad vor, B, vorüber kann.

I, ist eine andere Klappe, die sich in, E, schiebt, und zum Theile als hineingedrükt dargestellt ist.

Sowohl D als E, haben Federn, die, H und l, wieder heraustreiben, sobald sie von dem Druke, F, P, G, befreit sind.

So wie die Figur gezeichnet ist, wird der Dampf, der durch C, und durch die Löcher in, P, G, eindringt, auf die schiebbare Klappe, H, wirken, bis er auf den Punct, F, kommt, wo er durch den Stamm bei I, ausgeschlossen wird, der bis G, gekommen ist. Zugleich wird, wenn, H, anfängt in D, hineingetrieben zu werden, eine Verbindung zwischen der anderen Seite der Klappe und dem Verdichter eröffnet werden, oder zwischen der äußeren Luft, wenn Dampf von hohem Druke gebraucht wird. Auf diese Weise entsteht eine anhaltende umdrehende Bewegung, indem der Dampf immer auf eine Klappe wirkt, bis er durch die andere ausgeschlossen wird. Diese Bewegung kann auf der Stelle in die entgegengesezte Richtung umgekehrt werden, wenn man den Hahn, C, dreht, was bei Dampfbothen und bei Förderung aus Gruben sehr vorteilhaft ist.

Diese Maschine gibt auch eine bequeme Drukpumpe, die durch einen Griff gedreht werden kann, wo dann die Rohre, A, mit Wasser versehen werden muß. Bei den punctirten Linien, P, K, ist eine Stüze für die Achse, P.

Fig. 16. zeigt die vorige Figur von der Seite, M, ist der Sperrhahn bei C, um den Dampf zu jeder Seite des Rades |379| hinein zu lassen. Dieser Sperrhahn hat eine Oeffnung bei der Seite, L, die, wenn der Dampf bei einer Seite eintritt, denselben, nachdem er seine Umdrehung gemacht hat, bei der anderen Seite entweichen läßt, wie man bei L, sieht. N, ist ein Blok, der sich mit dem Dampfrade, D, E, auf der Achse, K, dreht, und hierauf kann ein ledernes Laufband aufgelegt werden. Fig. 17. zeigt die Seite, welche das bewegliche Rad, D, E, führt.

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