Titel: Maschine zum Schornsteinfegen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1826, Band 22, Nr. CV. (S. 471–473)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj022/ar022105

CV. Maschine zum Schornsteinfegen.148)

Aus dem Mechanics' Magazine. N. 164. 14. October S. 370.

Mit Abbildungen auf Tab. IX.

Die vier Linien, a, a, a, a, in Fig. 18. bezeichnen die vier Eken des Schornsteines. B ist eine senkrechte Stange. C, ein Fächer oder Flügel: zu jeder Seite des Schornsteines sind zwei solche, und einer schiebt sich über den anderen, so wie ein Fächer |472| sich öffnet. Der innere Fächer hat ein Niet D, welches durch die Furche, E, in dem äußeren Fächer läuft, beide mit einander verbindet, und ihnen erlaubt sich im Verhältnisse der Weite des Schornsteines auszubreiten, wie in Fig. 19. wo diese Fächer ausgebreitet sind. Diese Fächer sind an der senkrechten Stange mittelst eines Gewindes, F, F, befestigt. G, G, sind kleine Stangen, welche von der senkrechten Stange an die Eken des Schornsteines laufen. Sie sind auf dem Gewichte, H, eingelenkt, welches sich frei auf der Stange, B, auf und nieder schiebt, und an den Eken der Fächer so befestigt, durch welche sie laufen, daß sie die Fächer sich ausbreiten lassen, aber zugleich aus- und einschieben.

Wenn der Schornstein weiter wird, steigt das Gewicht, H, alsogleich nieder, die Stangen, G, G, streken sich, und die Fächer breiten sich in demselben Verhältnisse aus, wodurch für alle Ungleichheiten im Schornsteine gesorgt ist. Da ferner die Enden der Stangen immer parallel mit den Eken der Fächer oben sind, so halten sie die Maschine immer senkrecht nach der Richtung des Schornsteines. I, I, I, I, sind kleine Räder an den Enden der Stangen, und an den Eken der Fächer, um das Auf- und Niedersteigen desselben zu erleichtern. K, ist eine Bürste oben an der Spize der senkrechten Stange zur Reinigung der Kappe des Schornsteines.

Fig. 20. ist eine vierekige Maschine, die aus zwei flachen Blättern oder Rahmen zu jeder Seite des Vierekes besteht, welche sich mittelst einer Furche und eines Randes eben so, wie den beschrieben wurde, ausdehnen. Die Eken werden durch die Stangen, B, B, B, B, ausgedehnt, welche mit dem sich schießenden Gewichte, C, durch Angeln verbunden sind. Die Stangen, D, D, D, D, unten sind eben so lange, als die oben, und an der aufrechten Stange mittelst der Gewinde, E, E, befestigt. Diese wirkt also eben so, wie die vorige, und hat an oder Eke Räder, wie die Figur zeigt.

Die zweite Figur in Fig. 20. zeigt das Innere von Fig. 19. Fig. 21. ist eine zwei Regenschirm-Gestellen ähnliche, Maschine, von welchen der eine auf derselben Stange über den anderen gestürzt ist. Das untere Gestell ist auf der Stange bei, E, befestigt; das andere obere ist auf der schiebbaren Stange, A, angebracht, die mittelst zweier Drahte mit dem unteren Gewichte und mit der Röhre, B, verbunden ist. Um diese |473| Rohre ist das vierekige Stük, C, herum befestigt, aus welchem an den Seiten Stifte hervorstehen, um die Stangen gleich weit von einander entfernt, und zugleich in vierekiger Richtung gegen den Schornstein zu halten.

Die Stangen sind an jenen Stellen, wo sie sich durchkreuzen, wie bei D, mittelst Ringen oder Stiften verbunden, die ein lokeres Gelenk bilden. Wenn ein Strik über eine Rolle oder der schiebbaren Röhre, A, läuft, so kann der Arbeiter, indem er diesen Strik zieht, die Maschine leichter herabsteigen lassen. Und dieser Strik läßt sich auch bei den übrigen Maschinen anwenden.

Die Schornsteine in England sind sehr enge, und man nimmt vorzüglich kleine Buben zum Kehren derselben, die ihre Gesundheit und ihr Leben häufig dabei einbüßen. Es sind zwei menschenfreundliche Gesellschaften zu London, die sich mit Rettung der Jungen vor diesen Gefahren beschäftigen. A. d. Ueb.

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