Titel: Nachtrag zu Hm. Musselwhite's Kummten.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1826, Band 22, Nr. XXX./Miszelle 16 (S. 174)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj022/mi022030_15

Nachtrag zu Hm. Musselwhite's Kummten.

Wir haben im Polyt. Journ. B. XIX. S. 274. Hrn. Musselwhite's Kummte beschrieben. Das Repertory of Patent-Inventions. Septbr. S. 177. trägt sie, ohne Abbildung, nach, und bemerkt, daß diese Kummte sehr gut eingerichtet sind, um Form zu halten, und daß sie sehr fest und dauerhaft sind. Es lobt besonders die Anwendung von Kork, wodurch nicht bloß das Kummt leicht, sondern auch der Naken des Pferdes kühl erhalten wird. Da keine Gefüge an den eisernen Bogen angebracht sind, so läßt sich vermuthen, daß sie durch ihre Elasticität sich öffnen müssen; dieß könnte aber auch durch ein Gefüge an den unteren Theilen derselben geschehen, wo ein Stift durchläuft. Gute Kummte sind weit wichtiger, als man gewöhnlich glaubt, da nur zu oft das Leben des Thieres davon abhängt, indem sie die Halsadern drüken, und so das Thier entweder durch Schlagfluß bei stärkerer Anstrengung, oder durch andere Folgen der Anhäufung des Blutes im Kopfe tödten. Ein Instrument, um den Hals des Pferdes genau zu messen, wäre ein sehr wichtiges Werkzeug in der Werkstätte des Sattlers; ein großer Tasterzirkel mit einem graduirten Bande würde indessen dazu hinreichen. Auch könnte man bei sehr kostbaren Pferden den Hals des Pferdes dort, wo das Kummt zu liegen kommt, in Gyps abformen lassen, um so ein genaues Maaß für das Kummt zu erhalten. Man könnte die Kummte auch so einrichten, daß der Hauptdruk des Zuges vorne auf die Brust unter die Luftröhre fällt, wodurch das Zusammendrüken der größeren Gefäße sowohl, als dieses Organes selbst, verhütet werden könnte. Eine solche Art Kummte ist im 17. Bande der Second Series des Repertory p. 163. beschrieben.

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