Titel: Versuche über die Bindungskraft des Leimes.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1826, Band 22, Nr. LIII./Miszelle 25 (S. 271)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj022/mi022053_25

Versuche über die Bindungskraft des Leimes.

Hr. B. Bevan erzählt im Philos. Magaz. August 1826. S. 111. folgende Versuche über die Bindungskraft des Leimes. Er leimte zwei Cylinder aus trokenem Eschenholze zusammen, die 1,5 Zoll im Durchmesser hatten, und ungefähr 8 Zoll lang waren. Ungefähr 24 Stunden nach dem Leimen (der Leim war frisch, und die Witterung war troken) brauchte er an dem Hebel-Apparate eine Kraft von 1260 Pfund zur Trennung, was, bei einer Kreisfläche der Cylinder von 1,76 Zoll, 715 Pfund für den Quadrat-Zoll gibt. Im Winter, und bei oft aufgekochtem Leime, kommen zwischen 350 und 560 Pfund auf den Quadrat-Zoll. Die Trennung erfolgte erst zwei oder drei Minuten nach dem angewendeten Druke. Der Leim war dünn, und bedekte das Holz nicht ganz, so daß seine Kraft etwas größer als 715 seyn muß. Schottisches Föhrenholz (dessen Modulus der Elasticität 24,600 Pfd. war), brauchte 562 Pfund auf den Quadrat-Zoll, so daß der Leim fester hielt, als das Holz.' An der Memel Föhre, deren Modulus der Elasticität quer über das Korn zwischen 40,500 und 44,600 Pfund war, war die Kraft auf den Quadrat-Zoll, in derselben Richtung über das Korn, zwischen 540 und 840 Pfund. Am festen Leime ist die Cohäsion 4000 Pfund auf den Quadrat-Zoll. (Vergl. polyt. Journ. Bd. XX. S. 586.)

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