Titel: Raffiniren des Zukers mit Weingeist.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1826, Band 22, Nr. LIII./Miszelle 7 (S. 266–267)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj022/mi022053_7

Raffiniren des Zukers mit Weingeist.

Wir haben neulich Hrn. Derosne's Methode, Zuker mit Weingeist zu raffiniren (polyt. Journal Bd. XXI. S. 47.) angeführt. Nach dem London Journal of Arts, N. 69. S. 370., ließ ein Hr. H. C. Jenning's sich am 22. Oktober 1825 ein Patent auf seine Erfindung einer Verbesserung in Raffinirung des Zukers,“ ertheilen, die ganz dieselbe ist, und auch mit Barlow's Raffinirungs-Methode |267| Aehnlichkeit hat. Hr. Jennings entzieht nämlich dem Roh- oder Muscovado-Zuker seine Farbe dadurch, daß er ihn in ein kegelförmiges Gefäß bringt, welches unten mit einer, mit einem Kupferdraht (!!!) – Geflechte bedekten, Oeffnung versehen ist, und Franzbranntwein, Rum oder Kornbranntwein, der wenig Affinität zum Zukerstoffe, aber desto mehr zum Syrupe, zum Farbestoffe und Wasser hat, wodurch der Rohzuker vorzüglich verunreinigt wird, aufgießt; der Weingeist führt alle diese Unreinigkeiten mit sich fort. Der schnellere Durchgang des Weingeistes kann. durch hydrostatische, hydraulische und hydropneumatische Mittel gefördert werden. Der Weingeist wird auf Massen Zuker von 500 bis 1000 Pfund aufgegossen. Wenn der Weingeist kaum mehr tröpfelt, werden ungefähr 30 Gallons Syrup oben auf den bereits gereinigten Zuker aufgegossen, wodurch demselben aller Weingeist entzogen, und er nur mehr vom Syrupe feucht wird. Den benüzter Weingeist brauchte Hr. Jennings noch ein Mahl bei schlechterem Zuker, und wenn derselbe sehr dik geworden ist, destillirt er ihn wieder ohne bedeutenden Verlust.

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