Titel: Bereitung des Kalk-Chlorüres zur Reinigung der Luft in Spitälern, und Vertreibung des Gestankes an faulenden thierischen Theilen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1826, Band 22, Nr. LXXVII./Miszelle 14 (S. 359–360)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj022/mi022077_14

Bereitung des Kalk-Chlorüres zur Reinigung der Luft in Spitälern, und Vertreibung des Gestankes an faulenden thierischen Theilen.

Hr. Labarraque, der Erfinder dieses wohlthätigen Mittels zur Reinigung der Luft und Beseitigung des Gestankes, hat im Journ. de Chim. med. (Vergl. auch Edinb. new philos. Journal. 3 Quart. S. 320) folgende Bereitungs-Art desselben angegeben. Er empfiehlt dem Kalke nach dem Löschen desselben Kochsalz (kochsalzsaure Soda) beizusezen, die Mischung in irdene Töpfe zu thun, und das Gas aus einer Retorte, welche die gewöhnlichen 576 Th. Kochsalz und 48 Theile Braunstein-Oxid enthält, durchströmen zu lassen. Zur Zersezung dieser Mischung sind 576 Theile Säure, mit 448 Theilen Wasser verdünnt, notwendig: die Säure wird nach und nach durch eine doppelt gebogene Röhre zugesezt. Um Kalk-Chlorür in Form einer Auflösung zu bereiten, die zu täglichem Gebrauche besser ist, empfiehlt er 1 1/2 Pfund gelöschten Kalk mit 40 Pfund Wasser zu mengen, in welchem ein halbes Pfund Kochsalz aufgelöst ist, die Rohre der Retorte bis beinahe auf den Grund des Gefäßes hinabsteigen zu lassen, welches die Kalk-Milch enthält, und die Mischung mit einem hölzernen |360| Rührer bis zur Sättigung zu rühren. Diese zu starke Auflösung kann dann mit Wasser verdünnt werden. – Hr. Jameson hat wohl sehr Recht, wenn er sagt, daß es am besten ist, Kalk-Chlorür von chemischen Waaren-Fabrikanten zu kaufen, die sie im Großen bereiten. (Die chemische Fabrike des Herausgeber dieses Journales liefert den Chlorkalk möglichst billig.)

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