Titel: Ueber das Lupulin.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1826, Band 22, Nr. LXXVII./Miszelle 20 (S. 361)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj022/mi022077_20

Ueber das Lupulin.

Wir haben von dem Lupulin des Hrn. Yves seiner Zeit im polytechn. Journ. B. XI. S. 75 Nachricht gegeben. Hr. Raspais hat zeither gefunden (Mem. de la Soc. d'hist. nat. 21. Jul. 1826. Bulletin d. Sciences technologiques. Septbr. l. J. S. 145) daß dieses Lupulin nichts anderes als ein Organ, eine Drüse des Hopfens ist, oder vielmehr ein hohles Gefäß, welches sehr große Aehnlichkeit mit den Staubbeuteln hat, und so, wie diese, auf dem Wasser plazt. Dieses Lupulin befindet sich nicht bloß auf den Schuppen der weiblichen Blumen dieser Pflanze, sondern auch häufig auf allen jungen Blättern und Trieben derselben, und fällt in dem Maße ab, als das Blatt groß wird. Man braucht, um sich hiervon zu überzeugen, kein Vergrößerungs-Glas; man darf nur die jungen Blätter und Triebe auf einem Siebe troknen, und dann das Sieb beuteln, und man wird verhältnißmäßig eben so viel Lupulin davon erhalten, als von den Hopfen-Zapfen. Da man gegenwärtig wirklich schon Lupulin zum Brauen anwendet, so ist diese Entdekung in der Pflanzen-Physiologie auch in technischer Hinsicht wichtig. Auch die jungen Blätter und Triebe haben ganz den Hopfengeruch. Aehnliche Drüsen finden sich auch auf dem Wachsstrauche, Myrica cerifera, auf dem Hanfe.

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