Titel: Behandlung der umgeschlagenen Weine mit Weinsteinsäure.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1826, Band 22, Nr. LXXVII./Miszelle 21 (S. 361)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj022/mi022077_21

Behandlung der umgeschlagenen Weine mit Weinsteinsäure.

Der Bulletin d. Scienc. technol. September l. J. S. 145 liefert aus dem Bulletin de la Soc. d'Agricult. du Depart. du Cher, N. VII. S. 10 eine Notiz über die Behandlung der umgeschlagenen Weine mittelst Weinsteinsäure, die schon seit einigen Jahren (Bullet. d. Sc. techn. T. II. p. 35. 1825, Polyt. Journ. B. XVI. S. 526) angewendet wird. Es scheint, daß die durch Weinsteinsäure verbesserte Veränderung des Weines die Entwikelung des kohlensauren Kali auf Kosten der Weinsteinsäure ist. Man begreift dann die Rolle, die die Weinsteinsäure hier spielt; sie erzeugt wieder Weinstein, entwikelt Kohlensäure, und macht den alkalischen Charakter des Weines verschwinden, den derselbe durch obige basische kohlensaure Pottasche erhält. Die Société d'Agriculture zu Bourges hat diesen Versuch öfters wiederhohlt, und er ist ihr nicht immer gelungen, und sie fand, daß diese Unbeständigkeit in der Wirkung der Weinsteinsäure von der Unmöglichkeit abhängt, die erforderliche Menge derselben mit Genauigkeit zu bestimmen. Sie hat von 1 bis 4 Loth derselben in krystallisirtem Zustande auf Ein Hektoliter Wein angewendet, je nachdem er mehr oder minder umgeschlagen war. Es kommt also darauf an, durch einige vorläufige Versuche die anzuwendende Menge der Säure zu bestimmen.

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