Titel: Ueber Urbarmachung öder Gründe
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1826, Band 22, Nr. CXI./Miszelle 22 (S. 510–511)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj022/mi022111_22

Ueber Urbarmachung öder Gründe

hat Hr. Gill in seinem technical Repository, Septbr. S. 145 Octbr. S. 207 einen höchst interessanten Aufsaz eines schottischen Pächters, Hrn. Rob. Bell, aus dem 17. B. der Transactions of the Society for the Encouragement of Arts eingerükt, den wir unseren Landwirthen, oder vielmehr unseren Güter-Besizern, die noch öde Moorgründe auf ihren Herrschaften haben, nicht genug empfehlen können. Hr. Bell war ein bloßer Pächter, cultivirte nicht sein eigenes Land, sondern fremdes, für welches er (freilich bei einem Pacht-Termine von 40 Jahren) von Jahr zu Jahr mehr Pachtzins zu bezahlen hatte, und wendete doch auf dieses fremde Gut 5104 Pf. Sterling oder 61248 fl. Mancher schottische Acre Landes kam ihm |511| auf 122 fl. Kosten der Urbarmachung, und doch stand er sich gut dabei; denn er konnte Einen Acre, den er urbar machte, wieder für 45 Shillings in zweiten Pacht geben, d.h., für 27 fl. verpachten. Im Durchschnitte kostete ihm jeder Acre (1200 Wiener □ Kl.) 8 Pf. (96 fl.) bei dem Urbarmachen desselben, und er verpachtete denselben wohlfeil für 30 Shillings (18 fl.) Im October-Hefte derselben Zeitschrift S. 248 ist Hrn. Curwen's Nachricht über Urbarmachung öder Gründe aus dem 33. B. der Transactions eingerükt. Er bemerkt, daß man in Cumberland allein innerhalb 10 Jahren 200,000 Acres urbar machte, und jezt dort für 300,000 Pf. Sterl. ausführt, wo man ehevor für 150,000 Pf. Getreide einführte, obschon zeither die Bevölkerung um 1/9 daselbst zunahm. Hr. Curwen machte in einem Jahre allein 418 Acres urbar, und brachte so Grundstüke, wovon der Acre nur 2 Shillings (I fl. 12 kr.) werth war, auf 40 Shillings.

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