Titel: Frank's und May's, Beschreibung eines vollständigen Tuchmacherstuhls.
Autor: Frank,
May,
Fundstelle: 1828, Band 27, Nr. I. (S. 1–7)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj027/ar027001

I. Beschreibung eines vollständigen Tuchmacherstuhls, nach neuester und zwekmäßigster Konstruction. Von den Fabriken-Commissions-Räthen Frank und May.

Aus den Abhandlungen der königl. preußischen technischen Deputation für Gewerbe1). Erster Theil, Berlin 1826. S. 379.

Mit Abbildungen auf Tab. I.

Wenn man die Werkstätten der Weberei durchwandert, und seine Aufmerksamkeit auf die Werkzeuge und Maschinen richtet, welche sich darin vorfinden, so wird man bald gewahr, daß die Konstructionen und Dimensionen, nach welchen dieselben erbauet sind, in der Regel sehr von einander abweichen. Läßt man sich darüber mit den Webern in Unterredung ein, so vernimmt man wohl, daß es sich auf dem einen Weberstuhl leichter und besser arbeiten lasse, als auf dem andern; aber selten wird man einen Meister oder Gesellen finden, welcher im Stande wäre; den eigentlichen Grund hiervon anzugeben. Um dem fehlerhaften Stuhle zu Hülfe zu kommen, wenden die Weber wohl mancherlei Mittel an, die auch oft den Zwek erreichen würden, wenn sie nur hinlängliche Dauer und Festigkeit gewährten; wiewohl diese Hülfsmittel gewöhnlich dem Auge des Besuchers wehe thun, wenn derselbe an Ordnung und Regelmäßigkeit gewöhnt ist.

Jene Verschiedenheit in der Konstruction und dem Baue der Weberstühle gründet sich auf mehrere Ursachen. Zunächst fällt es der Nachläßigkeit unserer Tischler oder Zimmerleute zur Last, wenn die von ihnen erbaueten Weberstühle nicht von der guten Wirkung sind, als |2| das dazu gegebene Muster. Bei dem Ausmessen wird gewöhnlich auf einen Viertel- oder halben Zoll nicht so genau geachtet. Die Bearbeitung und Zusammenstellung des neuen Stuhls führt wiederum auf Abweichungen, und so kommt es oft, daß der neu erbauete Stuhl ganz andere Dimensionen als das dazu gegebene Muster enthält, was jedoch der gewöhnliche Weber selten zu beurtheilen versteht, welcher die Verschiedenheit nur erst findet, wenn ihm die Arbeit auf dem neuen Stuhl nicht so leicht von der Hand gehet, als auf dem zum Muster gegebenen alten.

Eine andere Ursache, weßhalb die Weberstühle in ihrem Baue so sehr verschieden erscheinen, liegt auch darin, daß der Tischler oder Zimmermann gewöhnlich nur einige Maße, selten aber eine vollständige Zeichnung, von dem Stuhle zur Hand hat, welchen er zu erbauen beabsichtiget, und aus der er die erforderlichen Dimensionen, nach der beabsichtigten Konstruction, jederzeit entnehmen könnte. Vieles wird dann nach Gutdünken angefertiget, und der neue Stuhl ist am Ende ganz etwas anderes geworden, als was er der Bestellung nach hätte werden müssen, wenn die Ausführung mit Genauigkeit geschehen wäre.

Eine Hauptursache aber, daß so viele schlechte Weberstühle erbauet, und in den Werkstätten aufgestellet werden, liegt oft in der Nachläßigkeit und dem Mangel an Einsicht von Seiten der Fabrikenunternehmer. Ihnen liegt in der Regel sehr wenig daran, ob dem Lehrmeister oder Gesellen die Arbeit leicht oder schwer von der Hand gehet, denn sie bezahlen ja nicht nach Zeit, sondern nach Stük. Der Weber mag also sehen, wie er mit dem schlechten Stuhle fertig wird, und dieser hilft sich denn auch so gut er kann, und so weit er es versteht. Wenn nur die Arbeit bei der Ablieferung annehmbar erscheint, |3| was kümmert es den Unternehmer, wie sehr der Arbeiter sich hat quälen müssen. Werden neue Stühle erbauet, so gibt man sie dem Mindestfordernden in Arbeit. Ja, es haben sich sogar Fälle ereignet, daß Fabrikenunternehmer, welche auf Bildung und Anerkennung ihrer Verdienste Anspruch nehmen, die ihnen auf Kosten des Staats zugetheilten zwekmäßigen Weberstühle nicht einmahl weiter haben nachbauen lassen, weil die nach gewöhnlichen schlechten Konstructionen angefertigten wohlfeiler herzustellen waren, und es zunächst nicht zu ihrem Nachtheil gereicht, wenn die Arbeit darauf schwer zu verrichten ist.

In allen mechanischen Dingen, wozu die Weberei zunächst gehört, gibt es aber zur Erreichung eines Zwekes nur eine beste Art, und, wenn diese einmahl aufgefunden ist, so sollte jeder in seinem Fache dahin streben, sie fest zu halten, und dafür zu sorgen, daß sie nicht wieder verloren gehe. Es geziemt dem gebildeten Menschen, und so auch Fabrikenunternehmer, sich nur der besten und verständigsten Mittel zu bedienen, und jedes Mittel, welches dazu geeignet ist, eine Arbeit zu erleichtern, nüzt nicht allein dem Arbeiter, welcher sie verrichtet, sondern auch dem Unternehmer, für welchen sie verrichtet wird, indem es die Kräfte des Arbeiters schont, und ihn dadurch ermuthiget, seinen Fleiß auf die Hervorbringung vollkommen guter Arbeit zu verwenden.

Indessen gibt es auch noch Fabrikenunternehmer und Gewerbsmeister, welche bei dem Baue der Weberstühle gern die besten Muster zum Grunde legen, und auf deren genaue Ausführung halten würden, wenn sie nur damit bekannt waren. Um diesen nun zu Hülfe zu kommen, und zugleich die Weberstühle nach ihrer verschiedenen Art in neuester und zwekmäßigster Konstruction darzustellen, sollen leztere in einer Reihe von Zeichnungen und Beschreibungen in den Abhandlungen mitgetheilt werden.

Es wird mit dem einfachsten der Weberstühle, dem Tuchmacherstuhl, der Anfang gemacht, welcher zugleich in neuer Zeit, bei Anwendung des Schnellschüzens, die wichtigste Verbesserung erhalten hat, indem man ihn von dem zweimännischen zum einmännischen Stuhle umgestaltete.

Tab. I. stellt den Stuhl in verschiedenen Ansichten dar, und zwar Fig. 1. im Grundrisse, Fig. 2. in der vorderen Ansicht, Fig. 3. in der Seitenansicht, und Fig. 4. im Querprofile. Einerlei Gegenstände sind dabei mit einerlei Buchstaben bezeichnet.

Im Grundrisse, Fig. 1., ist, a, die schrägliegende Sizbank für den Arbeiter; sie ruhet auf den beiden Leisten, b, b, welche an den Pfosten, c, c, mit Nägeln oder Holzschrauben befestigt sind. Der Brustbaum, d, ist durch Schraubenbolzen mit dem Pfosten, e, verbunden. |4| Durch das angesezte Brustbrett, d', entstehet eine Spalte, durch welche das gewebte Tuch auf den Tuchbaum, f, gelanget; dieser ruhet mit eisernen Zapfen in Einschnitten der Riegel, g, g. – h, ist ein am Tuchbaume befestigtes gußeisernes Sperrrad, und, i, ein durch den Zapfen des Tuchbaumes gehaltener beweglicher Hebel, an welchem der Schiebezahn, k, Fig. 4. angebracht ist. Die 4 Querschemmel (contre marches) J, J, J, J, welche bei, m, durch Gewinde Paarweise vereinigt sind, werden in den Lagern, n, n, durch eiserne Stifte gehalten. Bei, m, sind die Querschemmel durch Schnüre mit den Tritten, o, o, verbunden, welche auf dem am Fußboden befestigten Lager, p, ruhen. Die schräg eingestämmten Löcher in den Fußtritten, durch welche die Zapfen, q, q, gehen, gestatten erstern die auf- und niedergehende Bewegung. Der Garnbaum, r, hat eiserne Zapfen an beiden Enden, und liegt mit denselben in den hölzernen Lagern, s, s, die an den Pfosten, t, t, angeschroben sind. An dem einen Ende des Garnbaumes ist das Sperrrad, u, befestiget, welches dem vorhin erwähnten am Tuchbaume vollkommen gleich ist. v, v, sind bewegliche hölzerne Scheiben, die so weit auseinander gestellt werden, als es die Breite der Kette erfordert; eiserne Stifte, welche durch die Scheiben gehen, erhalten sie in der gegebenen Stellung. Der Garnbaum sowohl, als der Tuchbaum sind mit Ruthen versehen, in welche die zur Befestigung dienenden Stäbe gelegt werden.

Die vordere Ansicht, Fig. 2., in welcher die Bank, der Brustbaum und der Tuchbaum, so wie auf der linken Seite der Pfosten, e, zur deutlicheren Darstellung der dahinter liegenden Theile weggelassen sind, bemerkt man die Lage der Querschemmel, J, J, J, J, und der Fußtritte, o, o, in aufgezogener Stellung mit den Gewinden bei, m. Die Gewinde sind von der Art, daß der Bogen, welchen die Schemmel bei ihrem Auf- und Niedergange machen, nicht schiebend oder ziehend auf die Lager, n, n, wirken kann. Durch die Schnüre, w, w, sind die Querschemmel mit den untern Schäften, x, x, des Geschirres verbunden; an den oberen Schäften, x', x', sind Riemen, y, y, y, y, vermittelst eingeschraubter Kloben, z, z, z, z, befestigt, welche über die mit eisernen Zapfen versehenen beweglichen Wellen, 1,1, gehen. Die Arme, 2, 2, 2, 2, welche die Zapfen der Wellen aufnehmen, sind in dem Geschirrbaume, 3, eingezapft. Der Geschirrbaum ruhet auf den Riegeln, 4, 4, und ist verschiebbar, um ihm die zum Weben schikliche Lage leicht geben zu können. 5, ist der vordere, und, 6, der hintere Riegel, wodurch die beiden Seitenwände des Stuhls oberhalb mittelst Schraubenbolzen, deren Muttern in das Holz eingelassen sind, verbunden werden. Die beiden obern Kanten des vordem Riegels sind abgerundet, damit er als Streichriegel, beim Aufziehen der Kette benüzt |5| werden kann. An der hintern Seite dieses Riegels ist ein doppelarmiger Hebel, 7, angebracht, welcher sich auf dem Zapfen, 8, drehet: er dient dazu, mittelst der Schnur, 9, die an dem einen Ende bei, 7', befestigt ist, und bis zum Hebel, i, gehet, das Aufziehen des Tuchs zu bewirken, ohne daß der Arbeiter nöthig hat, sich von seinem Stande in der Mitte des Stuhls zu entfernen. Indem nämlich der Weber mit der. linken Hand den Hebel bei, 7, niederdrükt; erhebt er sich bei, 7', wodurch zugleich der Hebel, i, und mit ihm der Schieberzahn, k, Fig. 4., der in das Sperrrad, h, eingreift, gehoben werden, und die Umdrehung des Tuchbaums hervorbringen, der Sperrhaken, 21, aber das Zurükgehen verhindert. Unter dem Riegel, 5, ist bei, 5, noch eine Schnur befestigt, welche über die Rolle, 10, gehet, und von da über eine zweite Rolle, 10', Fig. 4., nach dem Sperrhaken, 11, geleitet ist; sie hat den Zwek, daß der Arbeiter, indem er die Schnur anziehet, und dadurch den Sperrhaken aufhebt, die Kette nachlassen kann. 12, 13, 14, 15, 16 und 17, sind die Haupttheile der Lade, welche auf dem Holme, 18, ruhet. Sie wird weiter unten mit ihren Triebwerken zum Schnellen des Schüzens noch näher beschrieben werden. Aus der Seitenansicht, Fig. 3., und dem Querprofile, Fig. 4. ergibt sich die Lage und Verbindung der erwähnten Theile nach denen damit übereinstimmenden Buchstaben und Ziffern. Die zu den Seitenwänden gehörenden Stüke, als die Pfosten, c, e, und, t, so wie die Riegel, g, 4, und, 19, und der Holm, 18, sind durch Verzapfungen fest mit einander verbunden. Der Länge nach sind die beiden Seitenwände oberhalb durch die Riegel, 5, und, 6, wie schon bemerkt, vereinigt, unterhalb aber sind sie durch den Brustbaum, d, und den Riegel, 20, verbunden. Dieser Riegel hat neben dem Zwek, den Stuhl zusammen zu halten, noch den, daß er der Kette zur Unterlage dient, vermittelst welcher sie hoch und niedrig gestellt werden kann, zu welcher Absicht in die Pfosten, t, t, verlängerte Zapfenlöcher gemacht sind. An der äußeren Kante ist er stark abgerundet, damit die Kettfäden leicht über ihn hinweggleiten können. Die Festhaltung dieses Riegels geschieht übrigens auch durch Schraubenbolzen mit eingelassenen Muttern.

Zur Lade, welche Fig. 2. in der vorderen, Fig. 3. in der Seitenansicht, und Fig. 4. im Querprofile zu sehen ist, gehört der Ladenbaum, 12, die Bahn, 13, das Riethblatt, 14, der Ladendekel, 15, der Holm, 16, und die vier Arme, 17, 17, 17, 17. Leztere sind durch dicht schließende Zapfen mit dem Ladenbaum und Holm verbunden, welche unterhalb durch eiserne Schraubenbolzen, und oberhalb durch hölzerne Nägel in den Zapfenlöchern gehalten werden. Die Bahn wird auf dem Ladenbaum festgeleimt. Der Ladendekel ist verschiebbar, |6| um das Blatt einsezen zu können. Durch den Holm gehen die Schrauben, 22, 22, welche unten mit verstählten Spizen versehen sind, mit welchen sie in eisernen Pfannen, 23,23, ruhen. Leztere enthalten mehrere Löcher, damit die Lade nach Erforderniß vor- und rükwärts gestellt werden kann, so wie durch die Schraube die Stellung nach der Höhe bewirkt wird. Die Schraube, welche Fig. 9 und 10. nach größerem Maßstabe gezeichnet ist, stehet absichtlich an der äußeren Kante des Holms, um einen stärkeren Fall der Lade hervor zu bringen, der dem Arbeiter das Einschlagen des Schußgarns erleichtert. Wünscht man diesen Fall durch noch weitere Vorrükung der Aufhängepuncte zu vermehren, so kann dieses dadurch geschehen, daß man die Schrauben durch ein verschiebbares Eisen gehen läßt, wie Fig. 12. zeigt, wobei man auch statt der Schraube eine einfache Spize, Fig. 11., anbringen kann, welche leztere jedoch den Vortheil zum Hoch- und Niedrigstellen der Lade nicht gewahrt. Der stärkere Fall der Lade kann übrigens auch noch dadurch bewirkt werden, daß man an den Holm horizontale verschiebbare Arme mit Gewichten anbringt, wie Fig. 9. zeigt.

Zum Hin- und Hertreiben des Schüzens dient die an beiden Enden der Lade angebrachte Vorrichtung, welche durch den Grundriß vom rechten Flügel der Lade, Fig. 5., durch die perspektivischen Ansichten, Fig. 6 und 8., und durch die Profil-Zeichnung, Fig. 7. dargestellt ist. Dabei ist, a, ein dünnes Brettchen, welches hinter der Bahn liegt, und in die Arme der Lade eingelassen ist. Es ist verschiebbar, damit es nach der jedesmahligen Länge des Riethblatts gestellt werden kann, an welches es dicht anstoßen muß. b, ist eine auf der Bahn befestigte Leiste, welche dem Schieber, a, gegenüber stehet, und nach der Breite des zu webenden Tuchs ihren Stand erhält. Sie ist an dem einem Ende abgerundet, damit der Schüze ohne Anstoß in den Raum, c, gelangen kann. Ueber dem Schieber, a, liegt die eiserne Schiene, d, welche durch die Schraubenbolzen, e, e, an den Armen der Lade befestigt ist. Sie hat mehrere Löcher, um sie nach der Breite des zu webenden Tuchs vor- oder rükwärts stellen zu können. An den umgebogenen Enden der Schiene ist die runde eiserne Stange, f, befestigt, welche gut geschliffen und polirt seyn muß, damit der Treiber, g, sich leicht auf derselben hin- und herschieben lasse. Dieser Treiber hängt frei auf der Stange, f, wie Fig. 7. zeigt, und wird von zähem und nicht zu schwerem Holz, als Birken oder Ahorn, angefertigt. Fig. 8. gibt ein deutliches Bild von seiner Gestalt, wobei, h, die nach dem Schüzen zugekehrte Seite darstellt, an welcher der Einschnitt zu sehen ist, in welchen ein Stük starkes Sohlleder, i, hineingeschoben wird. Er ist mit vier runden Löchern durchbohrt; durch das oberste gehet die Stange, f, in dem darunter liegenden kleinern |7| wird die Schnur, k, Fig. 6. befestigt: das in dem Einschnitte angebrachte größere Loch wird mit Filzscheiben, Kork, oder mit einem anderen elastischen Körper ausgefüllt. Das in der vorderen Seite angebrachte Loch dient theils zur Verminderung des Gewichtes, theils dazu, den zur Befestigung der Schnur, g, dienenden Knoten aufzunehmen. Das Leder, i, so wie der dahinter liegende Kork, vermindert den harten Schlag beim Auffangen und Fortschnellen des Schüzens, auch muß zu diesem Zweke die Stange, f, an ihrem Ende bei, J, mit Tuch, Filz, oder Kork umgeben werden.

Fig. 5. zeigt übrigens noch im Grundrisse die Lage der Bahn, m, auf dem darunter befindlichen Ladenbaum, so die die Ruthe, n, in welcher das Rieth stehet. Diese Ruthe ist nicht, wie gewöhnlich, in den Ladenbaum hinein gearbeitet, sondern bildet sich durch die vorstehende Bahn und durch die auf den Ladenbaum geleimte Leiste, o, welche den inneren Raum zwischen den Ladenarmen einnimmt. Sie ist nach der äußern Seite abgerundet, wie Fig. 7. zeigt, um die Reibung der über ihr liegenden Kettfäden zu vermindern.

Der Schnellschüze selbst ist hier nicht abgebildet. Es wird davon in Zusammenstellung mit allen übrigen Arten von Schnellschüzen besondere Zeichnung und Beschreibung erscheinen.

Der Inhalt des ersten Theils dieses technischen Prachtwerkes, wovon wir der Güte Sr. Exzellenz des Herrn Ministers Freiherrn v. Schuckmann ein Exemplar verdanken, enthält: I. Beiträge zur Kenntniß des Dampfmaschinenwesens, von dem Fabriken-Commissionsrathe Severin, und zwar I. Geschichte der Dampfmaschine, die in folgende Unterabtheilungen zerfällt: 1. Erste Versuche und Savarische Maschinen. 2. Nawcomensche Maschinen. 3. Watt'sche Maschinen und Veränderungen derselben in England, in Frankreich und in Deutschland. 4. Hochdrukmaschinen mit auf- und niedergehenden Kolben. 5. Maschinen mit 2 Cylindern zur doppelten Benüzung des Dampfes. 6. Rotirende Maschinen. 7. Einige andere durch Feuer und Wärme in Bewegung gesezte Maschinen. 8. Ueber die Kessel und Feuerungen der Dampfmaschinen. 9. Anwendung der Dampfmaschinen aus die Bewegung der Schiffe. II. Detaillirte Beschreibung einiger Dampfmaschinen, ihrer Ausführung und ihres Effectes. 1. Eine Maschine von 16 Pferdekraft, bei dem Fabrikanten Hrn. Tappert in Berlin. 2. Beschreibung der Dampfmaschine in der Kattundrukerei des Hrn. Dannenberger in Berlin. 3. Beschreibung einer Dampfmaschine von dem Mechanikus Hrn. Freund. 4. Beschreibung einer doppeltwirkenden Dampfmaschine von Humphry Edwards in Paris, nach dem Woolff'schen Prinzip. 5. Ueber Veränderung der Richtung in der Bewegung einer Dampfmaschine. 6. Die beim Bergbaue aufgestellten Dampfmaschinen und verschiedene Bauanstalten derselben in den Königl. Preussischen Staaten. III. Einige allgemeine Betrachtungen über Dampf, Dampfmaschinen und ihre Theile. 1. Ueber den Dampf. 2. Von den Kesseln. 3. Von dem Cylinder, der Kraftberechnung und den einzelnen Theilen einer Dampfmaschine. II. Beiträge zur Tuchfabrikation. I. Beschreibung eines Tuchweberstuhls. Von den Fabriken: Commissionsräthen Frank und May, den wir hier in einem um ein Viertheil verkleinerten Maßstabe in Abbildung mittheilen. II. Beschreibung einer Rauhmaschine. Von dem Fabriken-Commissionsrath Frank. III. Beschreibung einer Scheermaschine. Von dem Geheimen Ober-Finanzrath Beuth. III. Beschreibung einer Maschine für Kupferstecher. Von dem Fabriken-Commissionsrath Severin. Demselben sind beigegeben 13 große Kupfertafeln und 29 in groß Folioformat, und zwar in einer so vollendeten Ausführung, daß sie wohl schwerlich durch ein ähnliches Werk übertroffen werden können. Wenige Exemplare wurden der Buchhandlung Dunker und Humblot in Berlin zum Debüt übergeben, wovon das Exemplar 30 preuß. Thlr. kostet, ein Preis, der mit dem großen Kunstwerthe dieses Prachtwerkes in einem sehr geringen Verhältnisse steht. Wo der Staat seiner Industrie mit solchen Leitfäden an Handen geht, da muß sie auch den höchsten Gipfel ihrer Vervollkommnung erreichen. A. d. Red.

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