Titel: Halahan's Vorrichtung zum Abfeuern der Kanonen.
Autor: Halahan, Thomas
Fundstelle: 1828, Band 27, Nr. XII. (S. 29–30)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj027/ar027012

XII. Vorrichtung zum Abfeuern der Kanonen (auf Schiffen); worauf Thom. Halahan, Lieutenant d. k. Flotte zu Dublin, York-street, sich am 22. Junius 1826 ein Patent ertheilen ließ.

Aus dem London Journal of Arts. Octbr. 1827, S. 92.

Mit Abbildungen auf Tab. II.

Diese Vorrichtung besteht in der Anwendung einer zusammengerollten Feder in einer Büchse, welche an dem Wagen der Laffete angebracht wird, um dieselbe nach dem Laden wieder vorlaufen zu lassen. Die Büchse mit der Feder muß unter dem Verdeke oder unter der Bühne angebracht werden, und wird mit dem Wagen mittelst eines Seiles verbunden. Wenn die Kanone nach dem Abfeuern zurükläuft, wird diese Feder bis zur Spannung aufgewunden, wo dann der Wagen durch einen Sperrkegel festgehalten wird, der in eine Feder (die als Zahnstokhebel dient) eingreift, und während des Ladens still stehen bleibt. Wenn man den Sperrkegel aus dem Zahnstoke aushebt, so zieht die Gewalt der Feder in der Büchse das Seil zurük, und die Kanone läuft wieder vorwärts.

Fig. 25. zeigt die Art, wie die zusammengerollte Feder an dem Wagen der Laffete angebracht wird. a, a, ist die Bühne über dem |30| Verdeke, welche den Wagen trägt. b, ist ein Bolzen, der durch das Ende der Bühne läuft, und in einem Bloke befestigt ist, so daß er für die ganze Bühne einen Mittelpunct der Bewegung bildet, um welchen dieselbe sich drehen kann, je nachdem die Kanone rechts oder links gedreht werden soll. c, ist die Büchse, welche die Spiralfeder enthält, sich um ihre Achse dreht, und in einer Gabel fest gehalten wird. d, ist ein an dieser Büchse befestigtes Seil, welches unter der Bühne seiner ganzen Länge nach hinläuft, und an einem Bügel, e, unter dem Wagen fest gehalten wird. f, ist ein Stük, welches unter dem Wagen hervorragt, als Leiter dient, und in einem Ausschnitte in der Bühne hinläuft. An diesem Stüke, f, ist ein Kreuzstük, g, angebracht (in welches der Bügel eingetrieben ist), um den Lauf des Wagens dadurch zu regeln.

Wenn die Kanone abgefeuert wird, so kommt sie durch ihr Zurüklaufen in die in der Figur gezeichnete Lage, wo das Seil, das sie umfaßt, und jenes unter der Bühne sie in ihrer rükgängigen Bewegung aufhält. Lezteres zieht aber zugleich die Feder in dem Gehäuse, c, auf, und ein Sperrkegel an der Seite des Querstükes, der in den Zahnhebel, h, unter der Bühne eingreift, hält den Wagen fest.

Nach dem Laden wird das Ende des Hebels, h, bei, i, zurükgezogen, der Sperrkegel an der Seite des Querstükes, g, frei gemacht, und die gespannte Feder, c, windet dann das Seil, d, wieder auf, und zieht die Kanone, nach der Ladung, vorwärts.8)

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Hr. Newmarch hat in seinem Patente vom 25. Febr. 1826 (London Journ. Bd. XII. S. 122. Polytechn. Journ. B. XXIII. S. 54) dieselbe Vorrichtung an der Achse eines Rades angewendet. A. d. O.

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