Titel: Preise der k. Akademie zu Toulouse.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1828, Band 27, Nr. LIX./Miszelle 2 (S. 237)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj027/mi027059_2

Preise der k. Akademie zu Toulouse.

Für das Jahr 1829. Eine goldene Medaille, werth 1000 Franken, für eine physisch-mathematische Theorie der Druk- und Saugpumpen, welche das Verhältniß der angewendeten Kraft und der Menge des wirklich gehobenen Wassers in einer gegebenen Höhe darstellt, mit Berücksichtigung aller Hindernisse, welche die Kraft zu überwinden hat, wie z.B. die Trägheitskraft der gehobenen Wassersäule, die Reibung desselben an den Wänden der Röhre, die Verengerung des Strahles, wenn es durch die Oeffnungen der Klappen durchzieht, das Gewicht und die Reibung der Stämpel, das Gewicht der Klappen, die Ungleichheit zwischen der oberen und unteren Fläche der Klappen, in dem Augenblike, wo der Druk dieselben hebt etc. Diese Theorie muß auf positiven Versuchen beruhen, und die daraus abgeleiteten Formeln müssen sich leicht anwenden lassen.

Für das Jahr 1830. Eine goldene Medaille, werth 500 Franken, für die beste Abhandlung über die Aufgabe: Die Art und Weise zu bestimmen, wie die gährungs- und fäulnißwidrigen Mittel, wie Schwefelsäure, Queksilber-Peroxyd und Perchlorür, Kampfer, Knoblauch etc. der frei entstehenden Zersezung thierischer und vegetabilischer Stoffe Gränze sezen, und so der Alkohol-Gährung in ersteren, der Ammonium-Entwikelung in lezteren vorbeugen, so wie sie auch zugleich die Entwikelung des Schimmels und der Insecten, selbst der mikroskopischen hindern. Die Preiswerber müssen vorzüglich ihre Aufmerksamkeit auf jene Substanzen richten, welche in sehr geringer Menge wirken, und sich nicht auf den einzelnen Fall beschranken, wo die gährungs- und fäulnißwidrigen Mittel in großer Menge zugesezt werden, wodurch also unauflösliche Verbindungen entstehen, die dieses Phänomen leicht erklären: denn Ersteres ist von Lezterem ganz verschieden, und jenes ist vorzüglich der Gegenstand dieser Aufgabe.

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