Titel: Ueber Buchenöhl
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1828, Band 27, Nr. CVI./Miszelle 20 (S. 393)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj027/mi027106_20

Ueber Buchenöhl

findet sich eine interessante Notiz (die jedoch mehr als Beitrag zur Geschichte der Erfindungen, als in technischer Hinsicht merkwürdig ist) in Gill's technical Repository, Novbr. 1827, S. 274 aus einem nun selbst in England selten geworbenen Werkchen des bekannten Aaron Hill, Account of the Rise and Progress of the Buch-Oil Invention. 8. 1715, 112 Seiten, welches wir in Böhmer und Beckmann nicht angeführt fanden. Es wurden im Anfange des 18. Jahrhundertes große Geschäfte in Buchenöhl zu London gemacht, und Hr. Gill meint, daß man sich jezt der Buchnüsse (Bücheln) mit Vortheil zur Leuchtgas-Bereitung bedienen könnte. Es scheint uns indessen, daß andere Samen, die sehr öhlhaltig sind, ohne auf Oehl mit Vortheil benüzt werden zu können, und die, wie man zu sagen pflegt, auf jedem Miste fortkommen, und der besseren Cultur keinen Plaz rauben, wie Sonnenblumen, die an jeder Heke gezogen werden können, hierzu besser taugen. Wir können bei dieser Gelegenheit die Frage nicht unterdrüken: ob heute zu Tage noch so viel Buchenöhl aus Bayern und Schwaben ausgeführt wird, wie vor 40 Jahren, wo, als man Wien auf dem Glacis zu beleuchten anfing, das Oehl zu Laternen aus Bayern und Schwaben gehohlt wurde?

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