Titel: Wie in England Notizen aus deutscher Literatur entstellt werden.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1828, Band 27, Nr. CVI./Miszelle 37 (S. 396)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj027/mi027106_37

Wie in England Notizen aus deutscher Literatur entstellt werden.

Unter der Aufschrift Aezen in Glas wird im Mechanics' Register, N. 37, S. 391 ohne alle weitere Angabe ein altes deutsches Werk, betitelt Breslawer's Collections angeführt, und aus diesem eine „T. G. Wigand, zu Göttingen in Curland (!) unterzeichnete Notiz“ mitgetheilt, nach welcher man „gepulverten grünen böhmischen Smaragd, der im Dunkeln leuchtet und auch Phosphorus genannt wird“ in Scheidewasser 24 Stunden lang digeriren und mit dieser Flüßigkeit dasjenige, was man auf das Glas zeichnen will, einäzen soll. Wigand bemerkt in einer Note, daß diese Aezkunst auf Glas nicht feine Erfindung, sondern die alte Praxis des sel. Arztes Pauli zu Dresden ist. Was noch sonderbarer bei dieser entstellten Notiz ist, ist der Umstand daß das Mechanics' Register nicht einmahl bemerkt, daß es sich hier um nichts mehr und um nichts weniger handelt, als um Flußspathsäure.

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