Titel: Ueber Fenster- oder Tafel-Glas.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1828, Band 27, Nr. CXXIV./Miszelle 21 (S. 462)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj027/mi027124_20

Ueber Fenster- oder Tafel-Glas.

In einem an und für sich unbedeutendem Aufsaze über Fenster- oder Tafelglas im Mechan. Register werden folgende Verhältnisse der Glasmaterialien, als in England gebräuchlich, angegeben, die wir unseren deutschen Glasfabrikanten nicht vorenthalten (!!) wollen. „Zu sehr schönem Glase: 200 Theile gute Soda; 300 Theile feinen Sand, 33 Theile Kalk; 250 bis 300 Theile fein gemahlene Glasscherben.“„Zu dem Lumbeth-Kronenglase (Lumbeth-crown-glass), das etwas dunkler und ins Grünliche, ziehend ist): weißer Sand 60 Pf.; gereinigte Perlasche 30 Pf.; Salpeter 15 Pf.; Borax 1 Pf.; Arsenik 1/2 Pf. Wenn das Glas zu gelb ausfiele, muß Braunstein zugesezt werden.“„Eine wohlfeilere Mischung zu Fensterglas besteht aus 60 Pf. weißen Sandes; 25 Pf. ungereinigter Perlasche; 110 Pf. gemeinen Salzes; 5 Pf. Salpeter; 2 Pf. Arsenik; 1 1/2 Pf. Braunstein.“„Das gemeine grüne Fensterglas besteht aus 60 Pf. weißen Sandes; 30 Pf. Ungereinigter Perlasche; 10 Pf. gemeinen Salzes, 2 Pf. Arsenik, 4 Loth Braunstein.“„Eine noch wohlfeilere Composition zu grünem Glase ist 120 Pf. des wohlfeilsten gemeinen Sandes, 30 Pf. ungereinigter Perlasche, 60 Pf. gut gebrannter und gesiebter Pottasche, 20 Pf. gemeinen Salzes, 5 Pf. Arsenik. Wenn man schlecht farbigem Glase eine bläuliche Farbe geben will, soll man auf zehn Zentner Fritte 2 Loth Zaffra zusezen. Die HHrn. Hammond und Smith verfertigen die größten Tafelgläser in England in Cylindern von 60 Zoll (sic!) im Durchmesser, und schneiden daraus Tafeln von 33 Zoll Höhe und 23 Zoll Breite. „Sie ersezen“ sagt das Register „jezt, nicht nur bei uns, das deutsche Glas, sondern führen ihr Glas auch dorthin aus, wo die Deutschen es ehevor hinführten.“

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