Titel: Canalgraben mittelst des Pfluges statt mittelst der Hände. Für Wirtemberger und vorzüglich für Hrn. Bruckmann.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1828, Band 27, Nr. CXXIV./Miszelle 39 (S. 465–466)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj027/mi027124_38

Canalgraben mittelst des Pfluges statt mittelst der Hände. Für Wirtemberger und vorzüglich für Hrn. Bruckmann.

„Es ist merkwürdig“ heißt es im Mechanics' Register, N. 37, S. 371, „daß England, welches ganz Europa als Beispiel dient, daß man Maschinen statt der Hände brauchen kann, von dem kleinen Staate 123) Wirtemberg |466| übertreffen wird. Nachdem die Regierung den Entwurf zu einem großen Canale genehmigte, verfertigte ein ausgezeichneter Mechaniker eine Reihe von Pflügen von verschiedener Form für den verschiedenen Boden, der zu durchgraben war. Diese Pflüge wurden von 8 bis 12 Pferden gezogen, und gruben so den Canal um ein Viertel wohlfeiler aus, als es mittelst der Menschenhand unmöglich gewesen seyn würde. Was aber noch mehr bemerkt zu werden verdient, ist der Umstand, daß es in Wirtemberg an Händen nicht fehlt, da dieses kleine Königreich im Verhältnisse zu seinem Umfange eine größere Bevölkerung besizt, als irgend ein Land in Europa.“ Dieß ist – für wirtembergische Leser – wörtlich übersezt aus dem Mechanics' Register, N. 37, S. 871.

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Das darf die guten Wirtemberger nicht verdrießen: den Engländern ist, weil kein Land auf Erden außer Groß-Britannien mit Groß anhebt, jedes andere Land klein. Ein Professor in England fragte den Uebersezer: ob Bavaria nicht an Rußland gränzt? und ein anderer war so ehrlich zu fragen: was das für ein Land ist, und wo es liegt. A. d. U.

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