Titel: Preis auf Verfertigung der Röhren zu Wasserleitungen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1828, Band 28, Nr. XV. (S. 56–69)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj028/ar028015

XV. Preis auf Verfertigung der Röhren zu Wasserleitungen. Aus den Programmes des Prix proposés par la Société d'Encouragement etc. für das Jahr 1829.

Mit Abbildungen auf Tab. I.

So wichtig auch Wasserleitungen für die Menschheit sind31), haben wir doch bis zur Stunde kein Buch, worin man sich hierüber Rathes erholen könnte. Fleuret hat zwar in seinem Traité des pierres artificelles mehrere Kapitel der Verfertigung von Röhren aus künstlichen Steinen gewidmet, hat aber der hölzernen und bleiernen Röhren nicht erwähnt. Die Werke über die Baukunst sprechen hierüber nur im Allgemeinen.

Bélidor, Sganzin, Prony handeln diesen Gegenstand nur im Vorübergehen ab, und wir finden in hydraulischen Werken („mit Ausnahme der unsterblichen Werke der Legion italiänischer Hydrauliker, Ueb.“) keinen Aufschluß über diesen wichtigen Gegenstand.

Die Société d'Encouragement glaubte daher die Aufmerksamkeit der Architekten und Fabrikanten auf eine Frage leiten zu müssen, deren Auflösung den Stadtbewohnern wie den Landleuten, den Fabrikanten wie den Landwirthen, gleich wichtig seyn muß.

Sie stellt daher folgende fünf Preise:

1) Einen Preis von 2000 Franken für denjenigen, welcher vor dem 1. Jul. 1829 Röhren aus Gußeisen von der möglich geringsten Dike, die jedoch einem Druke von 10 Atmosphären (der von dem Conseil général des ponts et chaussées als Basis angenommen ist) zu widerstehen vermögen; einliefern wird. Diese Röhren dürfen nicht weniger als 0,33 Meter im Lichten halten, und müssen 2 Meter32) |57| lang seyn. Die Preiswerber werden die hierzu gehörigen Vereinigungs-Stüke (Kniee), und Ersaz-Stüke (Compensatoren) beifügen, und zugleich auch den besten Ueberzug angeben, um diese Röhren gegen Rost zu bewahren.

2) Einen Preis von 400 Franken für denjenigen, der vor dem 1. Jul. 1829 die besten Röhren aus geschlagenem Eisen oder aus gestrektem Bleche unter obigen Dimensionen liefern wird, so daß sie gleichfalls einem Druke von wenigstens 10 Atmosphären widerstehen. Die Preiswerber werden zugleich einen Ueberzug beifügen, um diese Röhren vor Zersezung zu verwahren.

3) Einen Preis von 3000 Franken für hölzerne Röhren, die entweder aus einem ganzen Stüke gebohrt oder zusammengefügt, oder selbst aus gekrümmten Dauben verfertigt sind. Hölzerne Röhren dauern, nach Art des Bodens, in welchem sie zu liegen kommen, 2 bis 3, oder 14 bis 15 Jahre. Die vor dem 1. Jul. 1829 einzusendenden Röhren müssen mit einem Ueberzuge versehen seyn, der sie vor Verwitterung schüzt.

4) Einen Preis von 2000 Franken für Verbindungs-Röhren (Tuyaux d'assemblage) aus Stein, von welcher Art derselbe immer seyn mag. Diese Röhren müssen vor dem 1. Julius eingesendet werden. Der Gesellschaft ist jede Art von Kitt zur Vereinigung dieser Steine gleichgültig; sie will nur einen solchen, der jeder Zersezung zu widerstehen vermag.

5) Einen Preis von 2500 Franken auf Röhren aus künstlichem Steine, aus Mörtel oder hydraulischem Kalke. Die Gesellschaft läßt hierzu drei Jahre Zeit, bis zum 1. Jul. 1831, wo diese Röhren eingesendet werden müssen.

Man bemerkt den Preiswerbern, daß die Gesellschaft Drukpumpen anwenden wird, wie die Commission für Dampfmaschinen, um die Stärke der Röhren dadurch zu prüfen. Sie müssen daher wenigstens zwei Röhren von jeder Sorte einsenden.

Mit Ausnahme von Nr. 5, werden die Preise, wo sie zuerkannt werden können, in der allgemeinen Sizung des zweiten halben Jahres von 1829 vertheilt.

Um den Preiswerbern ihre Arbeit zu erleichtern, fügt die Gesellschaft hier einige ihr zugekommene Winke über Verfertigung der Röhren zu Wasserleitungen bei.

Ueber verschiedene Arten von Röhren zu Wasserleitungen.

Die Röhren zu Wasserleitungen können entweder 1) aus geradem, 2) aus gekrümmtem Holze; 3) aus Gußeisen; 4) aus Eisenblech; 5) aus Blei;33) 6) aus Töpferwaare; 7) aus natürlichem, 8) aus |58| künstlichem Steine; 9) aus Leder; 10) aus Hanfgeweben ohne Nath seyn.

1) Röhren aus geradem Holze. Diese Röhren werden aus Baumstämmen verfertigt, die man von einem Ende zu dem anderen durchbohrt. Diese Röhren sind, wenn sie aus Eichen-, Erlen- oder Ulmenholz verfertigt werden, 4–5 Meter lang, und halten 10 bis 12 Centimeter im Lichten.

Die Preise steigen im Meter, im folgenden Verhältnisse:34)

Durchmesser Preis.
0 Meter 10 9 Franken
0 14 10 50 Cent.
0 165 12
0 20 13

Eine Röhre von 0,27 Meter würde 24 Franken kosten. Für Durchmesser über 20 Centimeter muß der Preis besonders behandelt werden, weil man selten das hierzu taugliche Holz findet.

Eine Röhre von 8 Meter Lange, und 0,27 Durchmesser aus zwei Stüken kostete (bei Hrn. Talabot, rue blanche, N. 45. zu Paris) mit Legen, eisernen Bändern und Betheerung, 30 Franken das Meter.

Es gibt zweierlei Arten, die hölzernen Röhren zusammenzufügen: die erstere, die gewöhnlichste, geschieht mittelst Einzapfung und eiserner Bänder (wie in Fig. 1.), die zweite mittelst einer eisernen Zwinge, die bis in das halbe Holz der Röhren eindringt. (Fig. 2.)

Nach der ersteren Weise vergrößert man den inneren Durchmesser der Röhre, a, in Form eines umgekehrten Kegels, und vermindert den äußeren Durchmesser der Röhre, b, gleichfalls kegelförmig, so daß, b in a, einpaßt. Man befestigt die Röhre, a, mittelst eines eisernen Bandes, c, und verstopft (kalfatert) das Gefüge der beiden Röhren mit betheertem Hanfe.

Die zweite Methode besteht darin, daß man in die Röhre, a und b, (Fig. 2.) eine eiserne Zwinge einsezt, deren Durchmesser zwischen dem inneren und äußeren Durchmesser der Röhre die Mitte hält.

Man fügt auch die hölzernen Röhren mittelst walzenförmiger Einzapfung auf halbem Holze (Fig. 3.) zusammen. Diese Methode wurde von Vassal bei den Bädern zu Enghien bei Paris, und von dem Brunnen-Meister, Hrn. Beurrier zu Abbeville, angewendet, der zur Verfertigung derselben sehr sinnreiche Bohrer ausgedacht hat. |59| (Vergl. Bulletin de la Société d'Encouragement. 1822. p. 75.) Figur 4. zeigt die Zwinge oder den Ring, d, im ursprünglichen Zustande im Grundrisse und im Aufrisse, und Fig. 5. ganz fertig. Diese Zeichnung wurde nach einer Zwinge gemacht, die Hr. Molard als Modell verfertigte: er sah sie in mehreren Departements des mittägigen Frankreichs.

Zwinge von 0,08 Meter kosten 30 Centimen das Stük. Sie werden auf folgende Weise verfertigt. Der Ring kommt auf den Amboß, und wird mit einem mit einer Furche versehenen Hammer so lange geklopft, bis das in Fig. 5. sichtbare Grath, e, zum Vorscheine kommt, worauf man fortfährt den übrigen Theil des Ringes kegelförmig zu verdünnen, so daß er an den Kanten schneidend wird.

Dieses Grath, oder die Zunge, e, dient zur Bestimmung der Tiefe, in welcher die Zwinge in jeder Röhre eindringen soll. Um sie leichter in beide Röhren eindringen zu machen, macht man sie naß an den Gefügen, oder bringt eine Furche von gleichem Durchmesser an. Die Kalfaterung geschieht übrigens, wie in Fig. 1.35)

2) Röhren aus gekrümmtem Holze. Hr. Sargeant, Allée Antin, aux champs Élysées versuchte Röhren von großem Durchmesser aus Pfosten zu verfertigen, die der Länge nach gekrümmt werden.

Die Röhre, die er auf diese Weise verfertigte, und in einem Brunnen zu Antueil anbrachte, besteht aus 22 Cylindern von 0,65 Meter im Lichten. Jeder Cylinder wurde durch Krümmung eines Pfostens von 0,27 Meter Breite, und 0,052 Meter Dike um einen dichten Cylinder von 0,65 Meter im Durchmesser verfertigt. Die Krümmung geschah mittelst Dampfes. Um diese Cylinder oder Ringe zusammen zu fügen, und in ihrer Krümmung zu erhalten, wurde eine eiserne Zwinge, wie jene in Fig. 4. ungefähr 25 Millimeter |60| tief in eine Furche eingelassen, welche vor der Krümmung in der Mitte des Randes eines jeden Pfosten eingeschnitten wurde. Die Gefüge wurden gehörig gekalfatert, und die Arbeit gelang vollkommen.

Dieses Modell, von 6 Metern Länge, kostete in Allem 1200 Franken, oder 200 Franken im Meter. Dieser Preis kann indessen nicht als Grundlage einer Berechnung angenommen werden, indem viele Versuche, Maschinen und Hülfsmittel dazu nöthig waren.

Die größte Breite eines Pfostens, die man hierzu verwenden kann, ist 0,325 Meter, indem man bloß den Kern des Holzes hierzu benüzen darf. Diese Röhre hält einen Druk von 3 Atmosphären aus, ist leichter als andere hölzerne Röhren, und fault nicht leicht.

3) Röhren aus Gußeisen. Man nimmt als Beispiel hier die Röhren der Wasserleitung von Chaillot, die in einer sehr beträchtlichen Länge 0,35 Meter im Durchmesser halten.

Diese Wasserleitung besteht aus zweierlei Arten von Röhren. Die erstere derselben hat an einem Ende einen Zaum, a, a', mit sieben Löchern, und an dem anderen Ende eine bloße Verstärkung der Dike, b, die sich schief abdacht. Sie ist 2,76 Meter lang, und wiegt zwischen 530 und 540 Kilogramm.

Die zweite (Fig. 7.) hat an einem Ende, c, einen weiteren Vorstoß, und an dem anderen, d, einen Zaum. Sie ist 2,60 Meter lang, und im Durchschnitte, eben so schwer, wie die vorige.

Die Dike des Gußes betragt 0,017 Meter, und das Kilogramm kostet 40 Centim.

Die Zusammenfügung mittelst solcher erweiterter Vorstöße gewählt den Vortheil, daß die Röhren sich ausdehnen und zusammenfügen können, ohne die häufigen Berstungen, die bei dem Zusammengefüge so oft Statt haben, wenn man anders nicht Ersaz-Stüke (Compensatoren) anbringen will, die übrigens nur bei Leitungen in freier Luft, wie zu Marly, oder in Stollen anwendbar sind. Wenn, bei dem Auswechseln der Röhre hierdurch mehr Schwierigkeiten entstehen, so werden diese durch andere Vortheile reichlich aufgewogen.

Bei dem Zaumgefüge treibt man durch die in den Zäumen correspondirend angebrachten Löcher Schrauben-Bolzen mit Köpfen, die man kräftig anzieht, nachdem man vorläufig eine Scheibe aus Blei, in doppelten Flanell gewikelt, oder, was noch besser ist, in doppeltes Leder gehüllt, wie es zu Paris allgemein gebräuchlich ist, dazwischen gelegt hat.

Die Scheibe aus Blei macht das Gefüge undurchdringlich, wenn man dem Druke, der durch die Schrauben entsteht, noch die Sorgfalt beifügt, sie außen breit zu klopfen. Man erhält durch dieselbe auch ein leichtes Mittel dem Ausschwizen oder Aussprizen abzuhelfen, wenn |61| diese Röhren gerührt werden, indem man dann nur an der Stelle, wo dieses Aussprizen Statt hat, das Blei breit klopfen darf.

Man kann auch statt des Leders getheerten Filz nehmen, wie Hr. Dobrée, zu Nantes, ihn für die königl. Flotte und für Kauffahrdeyschiffe verfertigt. Ein Blatt solchen Filzes von 0,82 Meter Länge, und ungefähr 0,5 Meter Breite, und 0,0035 Meter Dike kostet 1 1/2 Franken. Man findet diesen Filz zu Paris bei Hrn. Roque, boulevart des capucins, N. 11.

Dieses Zaumgefüge-System an einem oder an beiden Enden ist jedoch heute zu Tage in England gänzlich aufgegeben, und man bedient sich dafür des Einfügungs- oder Stiefel-Systemes, Figur 8 und 9.

Die Tiefe des Stiefels, e, spielt zwischen 16 und 9 Centimeter. Hr. Mallet, Ingenieur en chef des eaux de l'Ourcq, sah zu Dover Röhren, von 7 engl. Fuß, oder 2,13 Meter im Durchmesser, deren Stiefel oder Einsaz nur 0,16 Meter Tiefe hatte. Man senkt die nämliche Röhre, f, Fig. 9. bis in den Grund des Stiefels ein, und füllt das Gefüge zur Hälfte mit betheerten alten Striken, g, die gut geklopft wurden, zur Hälfte mit geschmolzenem Bleie, h, von bester Qualität aus, und klopft auch dieses außen breit. Der Stiefel oder Einsaz, e, muß merklich kegelförmig seyn, d.h., am Grunde etwas weiter, als oben: Hr. Mallet bringt im Grunde noch eine kleine Scheibe aus Leder, oder Filz, i, an, um der Wirkung der Ausdehnung der Röhren entgegen zu arbeiten.36)

Hr. Moulfarine hat eine Zusammenfügung der Röhren aus Gußeisen nach dem Zaumsysteme erfunden, die im August-Hefte des Industriel 1826 beschrieben und abgebildet ist. Um den Nachtheilen, die durch die Löcher in den Zäumen entstehen, abzuhelfen, bedient er sich eines hohlen Ringes, der beide Zäume bedekt. Fig. 10. zeigt diese Vorrichtung im Längen- und im Quer-Durchschnitte. Dieser Ring besteht aus zwei halbkreisförmigen Stüken, k, l, deren jedes zwei Ohren, m, m, führt, die mit einem Loche versehen sind, in welchem die Schraube, n, aufgenommen wird. Dadurch werden die beiden Zäume, o, o, die sich schief abgedacht enden, nothwendig einander näher gebracht, und man erhält ein sehr festes, leicht zu verfertigendes und auszubesserndes Gefüge.

Hr. Bonnemain verbindet die bleiernen Röhren auf eine ähnliche Weise: nachdem er an jeder Röhre einen Rand anbrachte, bringt |62| er gefettetes Leder zwischen das Gefüge, und drükt die Ränder mittelst eines geöhrten Zaumes aus Gußeisen zusammen.

Hr. Molard hat diese Verbindungsart auf Röhren aus Gußeisen angewendet.

4) Röhren aus Eisenblech. Die tragbaren Gasbehälter und verschiedene andere Röhren bei Gasometern sind aus Eisenblech. Diese Behälter bilden einen Cylinder aus einer einzigen geschweißten Blechplatte, oben und unten mit zwei kugelförmigen Kappen aus geschlagenem Eisen versehen, nicht diker als 5 Millimeter. Das Blech ist nicht diker als 2 Millimeter, und hält doch einen Druk von 60 Atmosphären aus, obschon es bei dem täglichen Gebrauche nur einen Druk von 30 Atmosphären zu ertragen hat. Der Durchmesser des Cylinders ist 0,325 Meter.

Die übrigen Röhren von jeder beliebigen Länge sind aus Blech, das nicht diker ist, als 2 Millimeter, und in Platten von 1,62 Millimeter Länge vorkommt. Ihr Durchmesser ist 0,21 Millimeter. Die Längen- und Endegefüge sind mit Bedekung, und werden durch sehr nahe an einander angebrachte und eingenietete Nägel zusammengehalten: unter der Bedekung befindet sich ein Stük Papier, das in Oehl gebaken wurde.37) Das Meter dieser Röhren wiegt 11 Kilogramm, und das Kilogramm kostet 2 Franken. Man prüft diese Röhren mit Wasser, ehe man Gas in dieselben bringt, und wendet hierzu den Druk Einer Atmosphäre an. Zu Paris verfertigt sie Hr. Albouy, Schlosser, rue de Paradis Poissonniere, N. 20.

5) Bleierne Röhren. Wenn eine bleierne Röhre von 0,33 Meter im Durchmesser einen Druk von zwei bis drei Atmosphären nebst ihrem eigenen Gewichte tragen soll, muß sie, nach Bélidor, 0,02 Meter dik seyn. Ein Meter einer solchen Röhre würde demnach, nebst der Löthung, die der Länge nach hinläuft, 530 Kilogramm wiegen, wornach es, das Kilogramm zu 80 Centimen, 424 Franken kosten würde. Man hat gesehen, daß das Meter einer Röhre aus Gußeisen von 0,35 im Durchmesser nur 74 Franken kostet. Diese Vergleichung allein erspart alles weitere Detail. Die bleiernen Röhren im Park von Versailles, von 0,65 Meter im Durchmesser, sind 0,035 Meter dik, nach Hrn. Fontaine's Angabe, der sie besorgt.

Hr. Jardine, Brunnenmeister zu Edinburgh, unterzog eine bleierne Röhre von 1 1/2 Zoll im Durchmesser und 1/5 Zoll Dike einer genauen Prüfung. Sie hielt einen Druk von 30 Atmosphären aus, ohne zu bersten, d.h. 420 Pf. auf den □ Zoll. (Bullet. de la Société |63| d'Encouragement, 1826, S. 83. Polytechn. Journ. Bd. XIX. S. 79.)

Die Ersazstüke oder Compensatoren. Wenn mehrere Metallröhren durch Zaumgefüge unter einander verbunden sind, so ist es gut, wenn man in Entfernungen von 100 Metern zu 100 Metern Röhren anbringt, die dem Einflusse der Atmosphäre nachgeben, um das Springen zu vermeiden, welches, ohne diese Vorsicht, Statt haben würde.

Hr. Girard hat in seinem Werke sur la distribution des eaux de l'Ourcq dans Paris, das Modell einer Ersazröhre (tuyau Compensateur) gegeben, das höchst einfach ist. (Siehe 11. Fig.)

Der Zwischenraum, in welchem das Werk stekt, ist nicht groß genug, um die Röhre vollkommen zu stopfen, und da die Röhre, welche sich schieben muß, Gußeisen ist, so kann sie auch einigen Widerstand sowohl von Seite des Rostes als von Seite anderer Unebenheiten erleiden.

Hr. Talabot hat für die Wasserleitung von St. Louis noch einen anderen Compensator ausgedacht. (S. Fig. 12.) Die Röhre, p, welche den Einsaz oder Stiefel führt, ist aus Gußeisen. Die Röhre, q, die beweglich bleiben soll, ist aus Kupfer. Der Raum, r, in welchem das Werk stekt, hat wenigstens 0,10 Meter. Ein schief abgedachter Cylinder, s, drükt es stark zusammen. Jede Röhre verbindet sich mit den übrigen mittelst vierekiger Zäume, t, und mittelst Bolzen. Der Durchmesser der Röhre ist 0,14 Meter, und das Ersazstük hat 117 Kilogramm Gußeisen und 20 Kilogramm Kupfer. Dieser Compensator ist nur eine Copie desjenigen, welchen Hr. Hachette in feinem Traité des machines beschrieben hat, und der aus Gußeisen ist. Er diente auch als Modell bei der Wasserleitung zu Marly. (Siehe Fig. 13.)

Man wird überdieß von selbst bemerken, daß diese kostbaren Ersazstüke oder Compensatoren nur bei dem Zaumsysteme nothwendig, bei dem Stiefelsysteme aber überflüßig sind.

6) Röhren aus Töpferwaare. Die Röhren dieser Art haben gewöhnlich nur 10 Centimeter im Durchmesser, und 0,80 in der Länge. Sie werden nach dem Stiefelsysteme in einander gefügt, und das Gefüge wird mit gethertem Werge oder mit gutem Kitte umhüllt. Wenn diese Röhren einem stärkeren Druke als jenem einer halben Atmosphäre ausgesezt sind, muß man sie mit einem Mauerwerke umgeben, welches dem Druke Widerstand leistet, und diese thönerne Röhre bildet dann nur den inneren Ueberzug der gemauerten Leitung. Man kann, unter dieser Bedingung, Röhren dieser Art von jedem Durchmesser anwenden.

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Hr. Rohault hat im hôpital St. Louis eine Gasleitung in thönernen Röhren von 0,10 Meter im Durchmesser eingerichtet. Sie liegen in einem Graben auf einer Reihe von Bruchsteinen, und sind auf drei Seiten mit gutem hydraulischen Mörtel von 0,15 Dike überzogen. Im östlichen und mittägigen Frankreich gibt es eine Menge solcher Leitungen, die aus dem höchsten Alterthume her sich noch erhalten haben.38)

Das Meter kostete 4 1/2 Franken: aus Gußeisen würde es 12 Franken gekostet haben.

7) Röhren aus natürlichem Steine. Als man das Wasser der Yvette nach Paris zu leiten vorschlug, empfahl Hr. Molard die Wasserleitung aus Röhren zu bauen, die aus durchbohrten Steinen bestehen sollten. Die Röhren sollten 4 Meter lang, 0,22 Meter im Gevierte und 0,08 im Lichten halten. Das Bohren sollte von unten nach oben mittelst der gewöhnlichen Bohrnadel der Bergleute geschehen, so daß der Bohrstaub von selbst herausfiele.

Wenn man von oben nach unten bohren wollte, sollte man, um den Bohrstaub herauszuschaffen, ein Gefäß mit drei Füßen auf den Grund der gebohrten Röhre hinablassen, in welches der Bohrstaub fällt, wenn man rings um dasselbe und unter demselben mit einem Blasebalge bläst, der durch eine unten an dem Gefäße angebrachte Oeffnung eingeführt wird.

Das Meter würde, zum Einlegen fertig, 10 Franken kosten.

Die beiden Röhren würden innenwendig in einem sogenannten Gränzsteine mit einander verbunden, und bei ihrem Eintritte in denselben gehörig verkittet.

Diese Methode hat den Nachtheil, daß, wenn die Erde, auf welcher die Röhre zwischen zwei solchen Gränzsteinen ruht, nachgibt, die Röhre frei in der Luft zu hängen kommt und leicht brechen kann.

Die Unterlagen selbst sind allerdings fest, vorzüglich an der Stelle des Gefüges, und lassen sich auch leicht nach den Unebenheiten oder Erhöhungen und Vertiefungen des Grundes einrichten. Bisher gibt es nur wenig Wasserleitungen aus natürlichen Steinen. Da die Steine von Volvic sich besonders hierzu eignen, so beschäftigt man sich gegenwärtig, nach dem Antrage des Hrn. Grafen Chabrol, mit Versuchen, dieselben hierzu zu benüzen.

8) Röhren aus künstlichen Steinen oder aus Mörtel. Fleuret hat in seinem Werke sur les cimens et la pierre artificielle Mittel angegeben, Röhren entweder an Ort und Stelle selbst, oder vorher zu verfertigen und dann einzulegen. (S. Fig. 14, 15, 16.)

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Wenn die Röhren an Ort und Stelle selbst verfertigt werden sollen, so kann dieß auf eine doppelte Weise geschehen. Man macht entweder die innere Höhlung, durch welche das Wasser laufen soll, mittelst eines Kernes, der ein Cylinder von dem verlangten Durchmesser der zu bildenden Röhre ist, durch die Mitte des Mörtels, oder man führt Grund und Wände aus diesem Mörtel auf, und dekt den dadurch gebildeten Canal oben mit Steinplatten oder Ziegeln zu, die noch überdieß mit einer Lage solchen Mörtels bedekt werden. (S. Fig. 15. und die Durchschnitte abc, Fig. 16.)

Wenn die Röhren vorher verfertigt werden, so versieht man sie mit einem Stiefel mit hervorstehendem Rande, der sich dann leicht mittelst desselben einkitten läßt.

Die größten Durchmesser, die Hr. Fleuret an einer solchen Röhre hervorbrachte, sind von 3 Zoll (0,08 Meter.39)) Er ließ Pumpen von verschiedenen Durchmessern verfertigen etc. Einige Theile der Röhren hatten ungefähr 0,30 Meter im Durchmesser. Zwei Maurer und drei Taglöhner können den Mörtel zu 24 Röhren von 0,14 Meter im Gevierte und 0,054 Meter im Lichten und 1,15 Meter in der Länge füglich in einem Tage bereiten und die Röhren selbst formen und vollenden.

Das Meter wiegt 75 Pf. Ein Kubikmeter 3,240 Pf. oder 1620 Kilogramm.

Der Mörtel, dessen sich Hr. Fleuret bediente, besteht aus 3 Theilen Sand, 1 Theil gestossenen Ziegeln, und 2 Theilen oder einem Drittel Kalk. Dieser Mörtel, dem man etwas weniges zerfallenen Kalk zusezte, um ihn neuerdings damit anzurühren, dankt seine Güte nur der Sorgfalt, mit welcher er mittelst eines Stämpels in einem Troge von 3 Kubikfuß Weite angestoßen wird, und dem genauen Löschen des Kalkes.

Hr. Fleuret hat viele Wasserleitungen aus künstlichen Steinen in dem Meurthe- und Mosel-Departement erbaut, die noch vorhanden sind.40)

Um nichts zu übergehen, was auf Röhren Bezug hat, die zur Wasserleitung dienen können, wollen wir hier noch der Röhren aus Leder und aus Hanf erwähnen, deren man sich zum Begießen der Pflanzen in Gärten und bei Feuerlöschanstalten bedient.

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9) Lederne Röhren oder Schläuche. Die ledernen Röhren oder Schläuche werden auf drei verschiedene Weisen zusammengefügt; mit Hanfgarn, mit Messingdraht und mit kupfernen Nägeln. Der Preis derselben berechnet sich auf folgende Weise:

1) Röhren mit Kupferdraht genäht,41) von 0,047 Meter im Durchmesser, 9 Franken das Meter.

2) Röhren mit Kupferdraht genäht, von 0,034 Meter im Durchmesser, 7 Franken 50 Cent.

3) Röhren mit kupfernen Nägeln,42) 0,047 Meter im Durchmesser, 9 Franken.

4) Röhren mit kupfernen Nägeln, von 0,034 Meter im Durchmesser, 7 Franken 50 Cent.

Vergleichung dieser verschiedenen Arten von Röhren.

Um jeden in den Stand zu sezen, die verschiedenen Arten von Röhren, die hier aufgeführt wurden, zu vergleichen, wollen wir hier eine Uebersicht der Bauanschläge einer Wasserleitung aus Röhren von Gußeisen, von Holz und von Töpferwaare in einer Parallele liefern.43)

I. Art. Gußeisenröhren von 10 Centimeter im inneren Durchmesser.

Diese Röhren sind nach Einem Model, und von der in Fig. 9. dargestellten Form; der Stiefel ist 9 Centimeter tief, und 0,150 Meter weit. Die Dike beträgt 0,011 Meter. Der Zwischenraum zwischen der männlichen und weiblichen Röhre ist zur Hälfte mit betheertem Leder, welches sorgfältig breit geklopft wurde, und zur Hälfte mit geschmolzenem Bleie, welches gleichfalls breit geklopft wurde, ausgefüllt.

Jede Röhre hat, mit dem Stiefel, 2,70 Meter Länge, und kann 79 Kilogramm wägen.

Voranschlag der Kosten von 10 Meter Länge,

3000 Kilogramm Gußeisen, das Kilogramm zu 40 Centimen 1200 Fr. – –
Fracht- und Reinigungskosten 12 – – –
Probekosten 10 – 60 C.
Legen, zu 50–60 Cent. das Meter 30 – – –
8,80 Kilogramm betheerten Hanfes, zu 1 Franken 8 – 80 –
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90,48 Kilogramm geschmolzenen Bleies, zu 1 Franken 90 Fr. 48 C.
Zurichten, Proben beim Anlassen, Responsabilität etc. 10 – 60 –
Wasserbehälter, Fänge, Hähne 48 – – –
Ausschöpfungen, ein Zwanzigstel 70 – 40 –
––––––––––––––
Im Ganzen 1480 Fr. 88 C.
Kleine Nebenausgaben, ein Zwanzigstel 74 Fr. 4 C.
Stiftungen, Ein Zehntel 148 – 8 –
––––––––––––––
Gesammtbetrag für 100 Meter 1703 – – –

Also für Ein Meter 17 Fr. 3 Cent.

II. Art. Hölzerne Röhren, von 0,10 Meter im Durchmesser.

Diese Röhren müssen aus Eichenholz seyn, und die Stämme, aus welchen sie verfertigt werden, 0,26 Meter im Gevierte an der Unterlage halten. Sie müssen einen Druk von 1,50 bis 2,50 Atmosphären ertragen: an den übrigen Theilen halten sie in einer Länge von 875 Meter 0,20 Meter im Holze im Gevierte.

Die Länge der Röhre mit dem Gefüge beträgt 4 Meter; ohne dasselbe 3,80 Meter.

Das Meter Holz von 0,26 Meter im Gevierte, im Kubus 0,0676
Also eine Röhre von 4 Meter, im Kubus 0,2704
Folglich sind für 675 Meter in der Länge 177 Röhren nöthig,
oder ein Kubus von

47,86 Meter.
Das Meter Holz von 0,20 Meter im Gevierte, Kubus 0,04
Jede Röhre 0,16
Folglich sind für 875 Meter in der Länge
231 Röhren nöthig, oder ein Kubus von 36,96 Meter.
–––––––––
Kubus des Holzes im Ganzen 84,82 Meter.
Vierekig zugehauenes Holz, 84,82 Meter 5089 Fr. 20 C.
Puzen 200
Bohren, 1632 Meter, zu 50 Cent 816
Zusammenfügung an den Enden, 816, zu 20 Cent 163
Eiserne Bänder, 408, zu 1 Fr. 10 Cent 448 80
Kalfatern etc. 408, zu 50 Cent 204
Legen 480
Wasserbehälter, Fänge, Hähne 800
––––––––––––
8201
Ein Zwanzigstel für Ausschöpfungen 410 5
––––––––––––
8611 5
|68|
Kleine Nebenausgaben, ein Zwanzigstel

430

Fr.

55

C.
Stiftungen, ein Zehntel 861 10
––––––––––––
Gesammtbetrag für 1550 Meter 9902 70

Und für Ein Meter, 6 Franken 39 Cent.

III. Art. Röhren aus Töpferwaare, mit einem Mauerwerke umkleidet.

Diese Röhren sind aus gebrannter Ziegelstükerde, werden mit ihren Enden zusammengefügt, und mit einem festen Mauerwerke von hydraulischem Mörtel umgeben. Diese Röhren aus Thon dienen bloß zur Bekleidung der inneren Oberfläche der Leitung, um die Unebenheiten zu beseitigen, die den Lauf des Wassers hindern würden.

Um die Dike, die man den verschiedenen Theilen dieser Wasserleitung, welche einem Druke von 1 1/2 bis 2 1/2 Atmosphären zu widerstehen hat, geben muß, zu bestimmen, muß man die Bindungskraft des Mörtels im Durchschnitte zu 7000 Kilogramm auf das □ Meter annehmen, wodurch dann, in Vereinigung mit dem Gewichte der Mauer, der mittlere Druk aufgewogen wird. Die Schwere der Mauer im kubischen Meter ist 2200 Kilogramm.

Hieraus ergibt sich eine Dike für die volle Mauer von 1,15 Meter, und für jedes Meter in der Länge ein Würfel von 1,32 Meter.

1550 Meter in der Länge betragen demnach 2046
Kubikmeter Mauerwerk, das Meter zu 10 Fr.

20,460

Fr.


1550 thönerne Röhren, von 10 Centimeter im Durchmesser,
zu 50 Centimen

750



3000 Meter auszugraben, zu 60 Cent. 1800
Wasserbehälter wie oben 600
–––––––––––––
23,635 Fr. 50 C.
Ein Zehntel für Abschöpfungen 2363
–––––––––––––
25998 50
Ein Zwanzigstel kleine Nebenausgaben 1229 92
Ein Zehntel Stiftungen 2599 85
–––––––––––––
Gesammtbetrag für 1550 Meter 29828 27

Und für Ein Meter, 19 Franken 29 Cent.

Preise für Ein Meter in der Länge der obigen 3 Arten von Wasserleitungen.

Aus Gußeisen 17 Fr. 3 Cent.
Holz 6 39
Thonwaare 19 29 44)
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Diese Wichtigkeit erkannten bisher nur die alten Heiden und die Türken. In christlichen Staaten, wo Wein, Branntwein, Bier der tägliche Trank der weniger dürftigen Classen geworden ist, kümmert man sich wenig um Wasserleitungen, desto mehr dagegen aber um Tranksteuern; man gibt dem Volke kein trinkbares Wasser, damit es desto mehr Bier etc. und sorgte dafür, den Verbrauch des Bieres durch neue Feyertage, Kirchweihfeste etc. so hoch als möglich zu bringen, damit die Cassen sich in dem Masse füllen, als Fässer leer geworden sind. Die wohlthätige Absicht desjenigen, der auf den Gebrauch berauschender Getränke Steuern legte, um denselben so viel möglich zu beschränken, und das Volk an Leib und Seele gesund zu erhalten, wurde von den Finanzmännern der neueren Zeit ganz verkehrt gepredigt. Man machte die Menschen zu Bier- und Branntweinschwämmen, um sie desto leichter ausdrüken zu können, und förderte so das Laster der Trunkenheit, um es zur Finanz-Quelle zu machen. A. d. Ueb.

[Anmerkungszeichen zu dieser Fußnote fehlt im Text.] |56|

Aber eine ganze Bibliothek einzelner Abhandlungen von höchstem Werthe in den Atti der italiänischen Akademien, und in den vielen Schriften italiänischer Hydrauliker, die immer die Lehrer und Meister dieser wichtigen Kunst für ganz Europa bleiben werden. Wir kennen diesseits der Alpen die italiänische Litteratur nur aus Opern und Musicalien; um die wahre italiänische Litteratur kümmert man sich diesseits der Alpen nicht. A. d. Ueb.

Anmerkungszeichen zu dieser Fußnote fehlt im Text.
|57|

Was nie erlaubt seyn sollte. Ueber die Nachtheile bleierner Röhren zu |58| Wasserleitungen (vergleiche unser polytechn. Journal Bd. XXVI. S. 274). Wasser in bleiernen Röhren zuführen ist eben so viel, als Brunnen vergiften. A. d. Ueb.

|58|

Um diese Preise findet man sie bei Hrn. Vacogne, Brunnenmeister, rue de l'Arcade N. 15, zu Paris. A. d. O.

|59|

Sollte man in Frankreich die gewöhnliche einfache deutsche Zusammenfügung der Brunnenröhren mittelst einer eingezapften eisernen oder hölzernen Röhre von gleichem Durchmesser mit der Höhlung der Brunnenröhren:

Textabbildung Bd. 28, S. 59

oder mittelst eines Vorstoßes, den man an der einen Röhre läßt, und in die andere einfügt:

Textabbildung Bd. 28, S. 59

nicht kennen? Sie ist einfacher, und gewiß eben so gut, als das Zwingen-System. A. d. Ueb.

|61|

Eine andere Art, Röhren aus Gußeisen zusammenzufügen, deren man sich in England bedient, und nach welcher man die Röhren auch in schiefer Lage vereinigen kann, findet sich im Bulletin de la Société d'Encouragement, 1815. p. 86. A. d. O.

|62|

Im Bullet. d. l. Soc. d'Encouragement 1825, S. 13 ist ein Löthungsverfahren angegeben, das auch bei diesen Blechröhren angewendet werden kann. A. d. O.

|64|

Sie sind Römer Arbeit, und in Vitruv etc. ist die Weise, dieselben anzulegen, genau beschrieben. A. d. U.

|65|

Die Röhren, die man zur Wasserleitung von Paris versuchte, hatten nur 3 Zoll im Durchmesser; man war gezwungen, diese Leitung wieder aufzugeben. A. d. O.

|65|

Hr. Molard sah zu Tours eine von Julius Cäsar aus künstlichen Steinen aufgeführte Wasserleitung. Im Durchschnitte hält sie 0,50 Meter im Gevierte. Der Theil, den man nicht absichtlich zerstörte, ist noch jezt gut erhalten. Sie führte, längs dem Eher, das Wasser aus der Quelle d'Athée herbei. A. d. O.

|66|

Diese Röhren sind von der Erfindung des Hrn. Guérin, Capitaine-Adjuvant-Major des sapeurs-pompiers de la ville de Paris, quai des Orfèvres. N. 20. A. d. O.

|66|

Diese Röhren finden sich bei Hrn. Gailard d. jüng., Ingénieur-Mécanicien-hydraulicien, allée des Veuves, N. 41, aux Champs Elysées. A. d. O.

|66|

Dieser Voranschlag wurde von Hrn. Leroy, ingénieur au Corps royal des ponts et chaussées, im J. 1827 für die Gemeinde Granville, bei Mézières, entworfen, und nach den zu Paris gewöhnlichen Dimensionen und Formen der Röhren abgeändert. A. d. O.

|68|

Wir nehmen keinen Anstand, uns für gemauerte Wasserleitungen zu erklären, und sehen wahrlich nicht ein, wie nach den Daten, welche uns Vitruvius |69| schriftlich hinterließ, und seine Landsleute in so vielen hundert Denkmählern, die selbst der Fanatismus der mystischen Gothen und eine Reihe von 2000 Jahren von Unheil nicht zu zerstören vermochte, als praktische Lehre für die Nachwelt aufführten, die Société d'Encouragement diesen Gegenstand zu einer Preisaufgabe machen konnte. Jedes römische Dorf, und heute zu Tage noch jedes türkische, hat bessere Wasserleitungen und Bäder, als London, Paris und Petersburg. Die Société d'Encouragement soll den Werken der Industrie eben die Unsterblichkeit verleihen, die sie sich selbst erworben hat. A. d. U.

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