Titel: [Spong's, neue Patentachsen zur Verminderung der Reibung sowohl an Kutschenrädern als an Maschinen.]
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1828, Band 28, Nr. C. (S. 403)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj028/ar028100

C. Hrn. Wilh. Spong's, zu Aylesbury, neue Patentachsen zur Verminderung der Reibung sowohl an Kutschenrädern als an Maschinen.

Aus dem Register of Arts and Journal of Patent-Inventions. N. 28. S. 54.

Mit Abbildungen auf Tab. VIII.

Der Patentträger sucht die Verminderung der Reibung durch Reibungsrollen zu bewirken, von welchen er die Last tragen läßt. Die Reibungsrollen läßt er um Zapfen laufen, die an dem Ende der festen Achse stehen, und durch eine kurze bewegliche Achse in der Nabe des rollenden Rades in Umlauf gesezt werden.

a, e, Fig. 15. ist die kurze sich drehende Achse. Der Theil, a, mit welchem sie in dem Rade stekt, ist vierekig, und das Rad wird mittelst des Schraubennietes, b, dicht an die Schulter, c, angeschraubt. Der runde Theil der Achse, e, bis, c, läuft in zwei Lagern, wovon das eine, d, ein Walzenlager ist, das durch die Schraube, l, gestellt werden kann, das andere, bei, e, sich in einem Vorsprunge befindet, der von der feststehenden Achse, f, herabsteigt. Das dikere Ende dieser Achse führt bei, o, eine Reibungsrolle, k, welche sich um einen kurzen Zapfen, i, dreht, der durch weiße Puncte angedeutet ist. Durch die Oeffnungen, h, h, werden die Lager mit dem nöthigen Oehle versehen, welche mittelst aufgeschraubten Pfropfen geschlossen werden.

Wird aber hierdurch an der Reibung auch wirklich etwas erspart? Nach den auf Eisenbahnen angestellten Versuchen ist die Reibung des Rades auf seiner Achse im Vergleiche mit der Reibung des Rades an dem Umfange desselben so unbedeutend, daß sich schwerlich etwas daran gewinnen läßt; sie beträgt ja kaum an den gewöhnlichen Achsen 1/200, der Last. Hr. Spong scheint durch diese complicirte Vorrichtung die Reibung mehr übertragen, als vermindert zu haben.

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