Titel: Frimot's Dampfmaschine zu Brest.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1828, Band 28, Nr. XVIII./Miszelle 3 (S. 74–75)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj028/mi028018_3

Frimot's Dampfmaschine zu Brest.

Hr. Frimot ging von der Beobachtung aus, daß man mit einem Kilogr. (2 Pfd.) Steinkohlen, 200 Kubikmeter Wasser. Gin Meter hoch heben, oder 200 Wirkungs-Einheiten erhalten kann, und daß die besten gegenwärtigen Dampfpumpen in Frankreich deren nur 50 geben. Er fand, daß dieser Verlust an Kraft den unmerklichen Schwingungen und Stößen zuzuschreiben ist. Um diesen abzuhelfen, beseitigte Hr. Frimot den Wagebalken, durch welchen gegenwärtig die Kraft des Dampfes dem Widerstande der Pumpen mitgetheilt wird, und brachte die Dampfkraft unmittelbar an dem Widerstande an, während er das Gleichgewicht |75| durch einen hydraulischen Wagebalken unterhält. Auf diese Weise sind alle Theile der Maschine bei allen Bewegungen gleich gespannt, und alle Stoße und Schwingungen werden vermieden; ein großer Theil der verlornen Kraft wurde gewonnen, und Brennmaterial erspart, und die Maschine um fünf bis sechs Mahl leichter, als eine gewöhnliche Dampfmaschine.

Eine Maschine dieser Art ist auf der Doke zu Brest erbaut, und arbeitet bereits seit länger als einem Jahre. Sie hebt 260 Kubikmeter Wasser eine Stunde 6 bis 7 Meter hoch, also soviel als 288 Männer mit den besten Pumpen schöpfen. Sie braucht die Stunde 19 Kilogramm Kohlen, so daß ein Taglohn auf zwei Drittel Kilogramm Kohle kommt.

Die Pumpe zu Brest gewährt 87 Einheiten, während die zu Paris, au Gros-Caillou, die beste in Frankreich, nach Woolf's Systeme, nur 48 Einheiten gewährt. (Bullet. d. Scienc. techn. Jan. 1828. S. 47.)

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