Titel: Verzeichniß der im Jahre 1827 im Königreiche Preußen ertheilten Patente.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1828, Band 28, Nr. LXII./Miszelle 1 (S. 242–243)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj028/mi028062_1

Verzeichniß der im Jahre 1827 im Königreiche Preußen ertheilten Patente.

Dem Kaufmanne G. L. Hensel in Berlin, auf 5 Jahre, für die Provinz Brandenburg: auf eine Verbindung des Flammofens mit dem Cupoloofen, Behufs des gleichzeitigen Schmelzens in beiden, ohne jedoch Jemand in dem Betriebe des Cupoloofens durch einen Luftzug ohne Gebläse zu beschränken. Dd. 10. Januar. 1827.

Dem Sattler Hildewert in Breslau, auf 5 Jahre, für die ganze Monarchie: auf eine Mischung zur Anfertigung des von dem Erfinder sogenannten Metallpapiers, jedoch nur in so weit sie als neu und eigenthümlich erkannt worden, und ohne Jemand in der Verfertigung des bekannten Steinpapiers zu behindern. Dd. 29. Jan. 1827.

Den Kaufleuten Römer u. Comp. zu Aachen, auf 8 Jahre desgl.: auf die alleinige und ausschließliche Benuzung eines Maschinenstuhls für Tuch und andere breite und schmale Zeuge, jedoch nur in Hinsicht der angegebenen Einrichtung für die Bewegung der Lade, sowohl für einen Schlag, als auch für mehrere Schläge gegen denselben Einschlagfaden, für die besonders angegebene Verstärkung oder Verminderung der Schläge und Abänderungen derselben: für die Art der Festhaltung der Lade während des Durchganges des Schüzen durch das Fach der Kette: für die Art der Anspannung der Kette in ihrem ganzen Zusammenhange durch doppelte Gewichte; für dieselben Einrichtungen bei der Vereinfachung des Stuhls und für die Stüze, welche; bei der Einrichtung zum Anhalten der Lade und des Stuhls, die Ausrükeklinke aufhebt, damit der Schüze ohne Kraftanwendung in den Kasten gelange. Dd. 27. Febr. 1827.

Dem Kaufmanne C. F. Lange zu Königsberg, i. d. Neum., auf 8 Jahre, für die westliche Monarchie: auf seine Methode, eine Dachbedekung dadurch auszuführen, daß der Ueberzug einer erhärtenden Steinmasse unmittelbar über die Lattung des Dachs gemacht wird. Dd. 22. März. 1827.

Dem Kaufmanne Harnack und Schlossermeister Theile in Berlin, auf 8 Jahre, für die ganze Monarchie: auf Holzschrauben-Schneidemaschinen, als:. 1) eine Maschine zum Abdrehen der Köpfe; 2) eine Maschine zum Einschneiden der Gewinde; 3) eine Maschine zum Einstreichen der Köpfe. Dd. 5. Mai. 1827.

Dem Kaufmanne Sattler zu Schweinfurt, jezt zu Langensalze, auf 10 Jahre desgl.: auf die Fabrikation eines künstlichen Sagos nach dem ihm eigenthümlichen in einem zu den Akten genommenen Aufsaze beschriebenen, Verfahren, Dd. 23. Mai. 1827.

Dem Kassirer Schneider in Berlin, auf 5 Jahre, desgl.: auf eine durch Zeichnung und Beschreibung erläuterte Badevorrichtung, nach den bezeichneten daran vorkommenden eigenthümlichen Theilen. Dd. 26. Juni. 1827.

Dem Gutsbesizer Wimmel in Berlin, auf 15 Jahre, desgl.: auf Darstellung eines krystallinischen Zukers aus dem in allen Getreidearten enthaltenen Starkmehl, Dd. 1. Juli. 1827.

Dem Bauinspektor Sachs in Berlin, auf 8 Jahre, desgl.: auf ein Fenster, in so fern die Konstruktion mit und ohne aufgehenden Pfosten als neu erkannt worden ist. Dd. 11. Juli. 1827.

Dem Grafen v. Bethusy, Kammerherr auf Korton bei Gleiwitz, auf 8 Jahre, desgl.: auf eine eigenthümliche Art Dächer mit einzelnen mit Zink überzogenen Tafeln zu deken, dieselben auf dem Sparrenwerke zu befestigen, und unter einander zu verbinden. Dd. 20. Juli. 1827.

Dem Sattlermeister Violet in Berlin, auf 6 Jahre, desgl.: auf eine eigenthümliche Methode Wagenfedern zu härten. Dd. 10. August. 1827.

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Dem Mechanikus Dubler in Berlin, auf 6 Jahre, desgl.: auf einen zum Auftragen der Winkel und Linien eigenthümlich zusammengesezten Transporteur. Dd. 12. August. 1827.

Dem Anton Bernhard in Berlin, auf 8 Jahre, desgl.: auf eine Vorrichtung, mittelst welcher, durch den atmosphärischen Druk und Anwendung der Hize, tropfbare Flüßigkeiten, als Wasser, Queksilber etc. gehoben werden, und dann auch als Betriebskraft zu benuzen sind. Dd. 16. Oktbr. 1827. (Aus den Verhandlungen des Ber. z. Beförd. des Gewerbfleißes in Preußen, 1828, erste Lieferung. S. 68.)

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