Titel: Hrn. Prinscep's neues Pyrometer.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1828, Band 28, Nr. CVIII./Miszelle 7 (S. 421)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj028/mi028108_7

Hrn. Prinscep's neues Pyrometer.

Hr. Prinscep, Probirer an der Münze zu Binares in Ostindien fand, daß höchst reiner Golddraht, mit Silberdraht nach dem Compensationsgrundsaze verbunden, in einigen Jahren, ohne daß beide Drahte einer sehr hohen Temperatur ausgesezt waren, sich an seiner Oberfläche allmählig versilbert, und daß diese Legirung selbst ziemlich tief eindringt. Er gab also diese Art von Pyrometer auf, und verfertigte sich pyrometrische Legirungen nach dem Grundsaze, daß Silber, Gold, Platinna bestimmte Schmelzgrade besizen, zwischen welchen man mehrere Grade annehmen kann. Zwischen den beiden Schmelzpuncten des Silbers und des Goldes, die nicht sehr weit von einander entfernt sind, nahm er 10 Grade an, und verfertigte zehn verschiedene Legirungen von Gold und Silber; die erste: Silber mit 10 p. C. Gold; die zweite: Silber mit 20 p. C. Gold u.s.f., so daß der Schmelzgrad des feinsten Goldes zu 10° an diesen Pyrometern angenommen wird. Zwischen Gold und Platinna nahm er aber 100 Grade an, und hat hundert verschiedene Legirungen von Gold und Platinna, deren jede, von der zweiten angefangen, um 1 p. C. mehr Platinna enthält, als die nächst vorhergehende, zu seinem Gebrauche gefertigt. Von diesen pyrometrischen Legirungen nimmt er nicht mehr, als ungefähr die Größe eines Steknadelkopfes beträgt. Jede derselben zeigt, wenn sie in den Ofen gebracht wird, die Hize desselben mit der höchsten Präcision, und darf nach dem Gebrauche nur wieder unter den Hammer gebracht werden, um neuerdings zu dienen.

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