Titel: Ueber Springquellen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1828, Band 28, Nr. CXXVI./Miszelle 19 (S. 485)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj028/mi028126_19

Ueber Springquellen.

Man bohrt jezt in America, in England, in Frankreich überall fleißig mit dem Erdbohrer und gelangt dadurch zu den sonderbarsten Resultaten. So bohrte Hr. Parrot, Marktscheider, im vorigen Jahre im Departement der Ardennen bei dem Dorfe Prix am rechten Ufer der Maas auf Steinkohlen. Nachdem er 145 1/2 Meter tief mit dem Erdbohrer gekommen war, stieß er auf ein 14 Decimeter mächtiges Thonlager, und nachdem dieses durchstochen war, fiel der Bohrer schnell in einer 16 Centimeter starken Schichte von feinem Schatter. Man bemerkte übrigens keine Veränderung in dem Stande des Wassers im Bohrloche. Als man aber am anderen Morgen das Loch auspuzte, sprang das Wasser aus dieser ungeheuren Tiefe 5 Decimeter hoch über die obere Oeffnung des Bohrloches (4 Meter über den mittleren Wasserstand der Maas) empor. Dieses Wasser war gesalzen, und hielt 2 1/4 p. C. Salz. In einer Stunde liefert die Quelle ungefähr 3 Kubikmeter. Man bohrte noch zwei Meter tiefer in einer muschelhaltigen Mergelschichte. Es gibt also auch in anderen Erdlagern, als in der Kreide oder im Kreidenmergel, Springquellen, obschon man diese am häufigsten in solchen Lagern findet. Hr. Baillet fand eine solche Springquelle auch im rothen Sandsteine. (Bullet. de la Soc. d'Encourag. N. 284, S. 44.

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