Titel: Ueber das Ausweichen und Vorfahren der Wagen auf öffentlichen Eisenbahnen
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1828, Band 28, Nr. CXXVI./Miszelle 6 (S. 481–482)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj028/mi028126_6

Ueber das Ausweichen und Vorfahren der Wagen auf öffentlichen Eisenbahnen

findet sich im Franklin-Journal: „Aus diesem in Gill's technolog. Journ. Mai. S. 304 ein sehr gut berechneter Aufsaz, in welchem die Nachtheile, die dadurch entstehen, daß man bei Eisenbahnen mit einem Geleise öfters ausweichen muß, zu einem Verluste von 1 Stunde 21 Minuten auf einer Fahrt von 12 Stunden bestimmt sind. Wenn man auf Eisenbahnen mit Doppelgeleise vorfahren will, so wird man auf einer Eisenbahn von 100 engl. Meilen 36 Mahl, in Einem Tage sich in diesem Falle befinden, und 36 Mahl des Tages um eine Achtel Meile zu kurz kommen. – Diese Berechnungen beruhen auf dem Grundsaze, auf welchem jede Eisenbahn beruht: daß nämlich täglich über jede Eisenbahn 200 Tonnen erfahren werden müssen, (d.i. 4000 Zentner Waaren), wenn die Eisenbahn durch den von derselben zu nehmenden Zoll bestehen soll. – Man schlägt also hier vor, die Pläze zum Ausweichen, und die Geschwindigkeit, mit welcher Lastwagen und Kutschen auf der Eisenbahn fahren müssen, so zu berechnen, das; die Wechsel- und Ausweichungs-Pläze genau an jenen Stellen sich finden, wo ausgewichen und vorgefahren werden muß, wenn die Kutschen und Wagen zur bestimmten Zeit abfuhren, und ihre Geschwindigkeit genau beobachteten. Hin so genau berechneter Plan ist in England und America ausführbar, wo man im Leben nicht bloß mit Stunden, sondern mit Viertel-Stunden, geizt, und wo |482| Alles den Werth der Zeit nach dem Grundsaze: Zeit gewonnen, Alles gewonnen, zu berechnen weiß.

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