Titel: Cowen's Methode, bleierne Röhren zusammenzufügen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1828, Band 30, Nr. XXX. (S. 96–97)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj030/ar030030

XXX. Herrn Cowen's 40) Methode, bleierne Röhren zusammenzufügen.

Aus Gill's technological Repository. Julius 1828. S. 54.

Die gewöhnliche Weise, bleierne Röhren mit einander zu verbinden, ist diese: Man verdünnt das eine Ende der Röhre dadurch, daß man es rings umher zuhämmert, und erweitert das andere Ende der Rohre, in welche das verdünnte Ende eingestekt wird, mittelst eines Kegels aus Buchsbaumholz, den man in dasselbe eintreibt, worauf beide Enden zusammengelöthet werden. Dadurch wird nun die Röhre in ihrem Verlaufe an den Stellen dieser Zusammenfügungen verengert, es entsteht Reibung und die Bewegung des Wassers leidet. Durch das Löthen kommt überdieß noch öfters Schlagloch in die Höhlung der Röhre selbst, die dadurch noch mehr verengert wird, und den Durchgang des Wassers erschwert.

Herr Cowen bedient sich zur Zusammenfügung der Röhren eines kurzen Stükes einer kupfernen und verzinnten Röhre oder einer |97| Art Reifes, wodurch die Zusammenfügung der bleiernen Röhren vollkommen gedekt wird, und das Schlagloth zugleich gehindert wird in die Höhlung der Röhre einzudringen, so daß das Wasser, da die Röhren hier bei ihrer Zusammenfügung weder verengt noch durch Schlagloth verstopft werden, in seiner Bewegung nicht gehindert wird. Diese Art von Verbindung der bleiernen Röhren wird jezt, in England immer mehr und mehr allgemein. (Wir wünschten jedoch sehr, daß bleierne Röhren nie zur Leitung des Trinkwassers verwendet würden oder werden dürften. Ueb.)

Dieser Herr Cowen ist eben derselbe, dessen Methode Steinbrüche troken zu legen, wir aus Herrn Gill's Repository im polytechnischen Journale bereits mitgetheilt haben, wobei die Röhren nach obiger Weise zusammengefügt sind. Er erhielt von der Society of Arts für seine Mittheilung die goldene Medaille.

A. d. Ueb.

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