Titel: Alban's Walzenquetschmühle für verschiedene Oehlsamen.
Autor: Alban, Ernst
Fundstelle: 1828, Band 30, Nr. XLVIII. (S. 178–186)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj030/ar030048

XLVIII. Walzenquetschmühle für verschiedene Oehlsamen. Von Dr. Ernst Alban.

Mit Abbildungen auf Tab. II.

Die gewöhnlichen Maschinen dieser Art haben meistens viererlei Fehler:

1) Sie quetschen nach Verhältniß der Kraft, die zu ihrem Betriebe nöthig ist, eine zu geringe Quantität Samen;

2) Der gequetschte Samen wird darauf nur geplättet, so daß oft nicht einmahl seine Hülsen aufspringen, er folglich bei seiner |179| Bearbeitung in den Stampfen sich der Wirkung dieser eben so leicht entzieht, als ein ungequetschter Same. Ueberhaupt wird durch die Unvollkommenheit der Quetschung die völlige Verarbeitung des Samens unter den Stampfen sehr verzögert;

3) Der Same muß den bisherigen Walzenmühlen sehr gereinigt überliefert werden, vorzüglich sind alle Steine sorgfältig abzusondern, um nicht die genau abgedrehten und gestellten Walzen zu verderben.

4) Die Walzen verlieren bald ihre genau gearbeitete Oberfläche und müssen öfters neu abgedreht werden.

Alle diese Mangel sind hauptsächlich in dem Umstande begründet, daß man die Walzen dieser Mühlen durch Stellschrauben in eine völlig unnachgiebige Stellung gegen einander bringt, bei welcher zwischen beiden ein nach Beschaffenheit des Samens verhältnißmäßig geringer Zwischenraum bleibt. In diesem kann der Same bei seinem Durchgange nur einen unvollkommenen Grad von Plattung erfahren, so daß öfters, vorzüglich bei kleinern Körnern, seine Hülse nicht einmahl aufspringt. Ganz kleine Körner, wie sich doch viele in jedem noch so guten Samen finden, entschlüpfen nicht selten ganz der Bearbeitung durch die Walzen, indem jener Zwischenraum für sie zu groß ist. Zum Zweke einer gehörigen, und einer nachherigen, lange Kraft und Zeit raubenden Bearbeitung unter schweren Stampfen ersparende Quetschung, wobei der Same die nöthige Eigenschaft des Zusammenballens erhält, wenn eine Portion davon in der Hand zusammengedrükt wird, ist es aber durchaus erforderlich, daß er bei derselben völlig auseinander fließe, und sowohl in Hinsicht seines Kerns als seiner Hülse gehörig zertheilt erscheine.

Vorzügliche Nachtheile bringt dieses Stellen der Walzen durch Stellschrauben aber für die Mühle selbst, wenn der Same mit kleinen Steinchen, wie es so häufig geschieht, verunreinigt ist. Sind diese zu groß, um durch den Zwischenraum zwischen beiden Walzen schlüpfen zu können, oder gar so hart, daß die Walzen sie nicht zu zerdrüken vermögen, dann graben sie so tiefe Gruben in diese, oder schleifen darin nach und nach an der durch sie betheiligten Stelle eine ringförmige Furche bis zu der Größe, daß sie durchschlüpfen können. Dabei werden die Walzen aber natürlich gänzlich verdorben und unbrauchbar gemacht.

Alle diese Mängel lebhaft fühlend, kam ich schon vor 10 Jahren auf die Idee, die Walzen unmittelbar auf einander arbeiten zu lassen, so daß sie sich jederzeit berührten. Ich wurde auf diese Idee durch die Bemerkung geführt, daß die gewöhnlichen großen Läufersteine in den Oehlmühlen, die unmittelbar auf ihren Bodensteinen umlaufen, und mit ihrem ganzen Gewichte darauf drüken, eine so schnelle und vollkommene |180| Quetschung bewirken. Das Gewicht der Bodensteine glaubte ich leicht auf eine künstliche Weise und durch einfache Vorrichtungen ersezen zu können. Der Versuch, wodurch ich diese Idee ins Leben treten ließ, fiel zu meiner höchsten Zufriedenheit aus. Rappsamen wurde so vollkommen auf meiner Mühle gequetscht, daß er zur ersten Pressung geschikt befunden wurde, und Leinsamen war in dem Maße zerdrükt, daß er nur noch kurze Zeit gestampft zu werden brauchte. Ich hatte in dieser Probemaschine das Gewicht der Läufersteine dadurch ersezt, daß ich die eine der Walzen in ein bewegliches Gestell legte, und dieses mit seiner Walze durch starke Federkraft gegen die andere fixirt umlaufende drüken ließ. Ich gewann außer der vollkommenen Quetschung des Samens durch diese Einrichtung noch zwei andere Vortheile:

a) Daß bei Zwischenfallen von größern Unreinigkeiten oder Steinen zwischen die Walzen denselben kein Schade zugefügt wurde, indem die bewegliche Walze bei Durchgang derselben nachgab. In dem Augenblike des Nachgebens fiel dann zwar eine Portion Samenkörner ungequetscht durch, der Nachtheil war aber nicht in Rechnung zu bringen gegen den Verlust der Walzen, die einmahl in Furchen geschnitten, fortwährend eine weit größere Menge Samenkörner unbearbeitet durchschlüpfen lassen.

b) Bemerkte ich aber auch, daß jezt keine Getriebe an den Walzenwellen nöthig waren, um beide Walzen in gleichem Umtriebe zu erhalten. Die Friction der fixirt umlaufenden, und durch irgend eine Triebkraft in Bewegung zu sezenden Walze gegen die andere reichte vollkommen hin, um diese mit umzudrehen. Dabei fand überdem eine Art Schleifen zwischen den Berührungslinien beider Walzen Statt; das während des Dazwischenfallens des Samens, durch eine verzögerte Geschwindigkeit der zweiten, im beweglichen Gestelle liegenden Walze in der Weise bewirkt wurde, daß die Glatte der Samenkerne die Reibung, wodurch die leztere Walze von der fixirt umlaufenden aus in Umtrieb gesezt wurde, etwas verminderte. Grade dadurch aber geschah die Zerquetschung des Samens um so vollkommener, weil diese nun zugleich mit einem Zerreiben wohlthätig verbunden war.

Die Probemühle, die ich nach diesem Principe erbaut habe, hat nur 8 Zoll breite Walzen voll hartem Sandstein, und der Same fällt nur in einen 5 Zoll breiten Striemen zwischen denselben, dessen ungeachtet verarbeitet sie in 12 Stunden gegen 16 Scheffel92) Rappsamen so vollkommen, daß er des Stampfens nur noch eine höchst unbedeutende |181| Zeit bedarf, um sogleich gepreßt zu werden. Ich habe sie in der Oehlmühle des Müllers Kählert in Tulendorf bei Rostock aufgestellt, dessen Windmühle zu ihrer Betreibung nicht mehr Kraft gebraucht, als zur Ingangsezung von 2 Stampfen nöthig ist, so daß sie mit einem kaum fühlbaren Winde ihrer völlig mächtig wird. Beim Versuch mit einer Kurbel waren 2 Mann hinreichend, um sie gehörig in Betrieb zu sezen und zu erhalten.

Sie wird in der Kählertschen Mühle sowohl zum Quetschen des Rapp- als auch des Leinsamens mit großem Erfolge gebraucht, und durch einen starken Gurt in Bewegung gesezt, der über ein Riemenrad der Daumenwelle von 5 Fuß Durchmesser läuft, und von hier aus ein anderes Riemenrad von 2 Fuß Durchmesser, an der fixirt umlaufenden Walzenwelle, mit der Geschwindigkeit von 50 bis 60 Umgangen in der Minute, für lezteres umtreibt. Die Walzen sind von verschiedenem Durchmesser, so daß der der fixirt umlaufenden 1 Fuß, der der andern 18 Zoll beträgt. Der Gurt wird durch einen Hebel mit einer Rolle, die gegen denselben durch ein schweres Gewicht angedrükt wird, in steter gleicher Spannung erhalten.

Beschreibung der Mühle.

Zwei Steine, A, und, B, gute, harte Sandsteine, oder noch besser von Granit93)) gehörig walzenförmig bearbeitet, von 1 Fuß im Durchmesser und 1, 1/2 bis 2 Fuß Breite, oder auch 2 gußeiserne Walzen von diesen Dimensionen, aus einem hohlen Cylinder und 2 eingesezten Endscheiben zusammengesezt,94) sind auf eiserne Wellen aufgezogen, so daß sie gehörig centrisch umlaufen, und liegen auf einem hölzernen (oder gußeisernen) starken Gestelle, C, so über einander, daß das Centrum der obern Walze einen Winkel von ungefähr 30° mit der senkrechten, durch den Mittelpunct der untern Walze gezogenen Linie macht, wenn man von der erstem zur leztern die Linie zieht. Die Walze, A, ist die fixirt umlaufende. Sie dreht sich mit ihrem Wellzapfen in 2 Lagern, a, und, b, mit messingenen Futtern, die an dem Riegel, c, des Gestelles, C, befestigt sind. Außerhalb des Gestelles |182| ist aber an ihrer Welle ein Riemenrad, D, oder Getriebe angebracht, wodurch sie in Umlauf gesezt wird. Die obere Walze, B, liegt in 2, an den eisernen Hebeln, E, und, F, befestigten, und mit Messing ausgefütterten Lagern, d. Das Hypomochlion der Hebel, E, und, F, dreht sich bei, e, im Stender des Gestelles um einen eisernen Zapfen, e, bei, F, laufen aber beide Hebel durch einen Schliz des gegenüberstehenden Stenders des Gestelles, und stehen hier 2 oder mehrere Fuß lang nach außen hervor. Gegen das Ende derselben sind mehrere correspondirende Furchen, g, g, auf ihrer obern Fläche angebracht, in deren 2, in beiden Hebeln gegenüberstehenden, eine runde eiserne Querstange ruht, die in Fig. 27 bei, G, punctirt vorgestellt ist. Von derselben, und zwar von ihrer Mitte, geht eine Zugstange, H, abwärts, die sie mit einer starken Holzfeder, I, in Verbindung sezt, welche quer unter dem Gestelle der Mühle befestigt ist. Die Zugstange, H, kann durch eine Stellvorrichtung, h, verlängert und verkürzt werden, je nachdem man die Holzfeder mehr oder weniger spannen, und dadurch den Druk auf die Hebel, E, und, F, vermehren oder vermindern will. Bei der Gegenwart der verschiedenen Furchen, g, g, auf den Hebeln, E, und, F, wird es zugleich möglich, die Querstange näher oder entfernter dem Hypomochlio der Hebel, E, und, F, zu bringen, und so den Druk auf dieselben auch auf diese Weise zu modificiren. Die Stellvorrichtung an der Zugstange, H, besteht in einer Stellschraube 1, die bei 2 in einem Gewinde des obern Endes 3 derselben geht. Das untere Ende der Zugstange mit der Schraube 1 kann vermittelst des doppelten Handgriffes 5 und 6 gedreht werden, und hat zu diesem Ende bei 7 ein Knopfgelenk in dem Halsbande 8, das die Holzfeder umfaßt.

Anmerkung. Ich ziehe das Andrüken der obern Walze, B, an die untere, A, durch Federkraft weit dem durch Gewichte vor. Meine Erfahrung hat mich nämlich belehrt, daß die Gewichte dem Springen ausgesezt sind, sobald unzerdrükbare Partikeln zwischen den Walzen durchgehen, und eine plözliche Lüftung der Hebel, E, und, F, bewirken. Ein solches Springen der Gewichte hat aber den Nachtheil, daß in dem Momente desselben eine größere Quantität Samen unzerquetscht den Walzen entwischt, als sonst beim Durchgehen eines fremden Körpers durch dieselben geschieht, indem der Druk der Walzen auf einander dabei zu lange unterbrochen wird.

Zum Abnehmen des bei dieser Quetschmethode fest an den Walzen hängen bleibenden Samens dienen 4 Schaber, K, und, L, die an ihrer Schärfe verstahlt werden müssen, und jeder durch 2 Federn, i, und, k, an den Riegel, l, des Gestelles geschroben werden. Die |183| Federn sind so gespreizt, daß die des obern Schabers, K, denselben gegen die obere, die des untern, L, den ihrigen gegen die untere Walze andrükt.

Der gequetschte Same fällt in einen, unten im Gestelle angebrachten Behälter, M, aus dessen offener, und aus dem Gestelle etwas hervorragender Seite, m, er vermittelst einer Krüke in die zu seiner Aufnahme bestimmten Kasten geschafft werden kann; diese sezt man am zwekmäßigsten in eine Vertiefung des Fußbodens. In Fällen, wo man die Mühle etwas erhöht stellen kann, läßt sich auch eine Art Trichter im Gestelle unter den Walzen anbringen, der den Samen in darunter gestellte große Behälter leitet. Dieß hat da vorzüglichen Werth, wo man die Mühle etwa ohne Aufsicht die Nächte durch arbeiten lassen will.

Zum Leiten des Samens zu den Walzen dient ein gewöhnlicher Schuh, N, wie er in Kornmühlen üblich ist. Er ist nach den Walzen zu offen, und seine Oeffnung im Lichten 2 1/2 Zoll schmäler als die Breite der Walzen. Das Bodenbrett desselben ist in der, in der Abbildung Fig. 4 angegebenen Weise gefurcht, damit der Same möglichst gleichmäßig zwischen die Walzen gebracht werde. Die Furchen laufen ein wenig convergirend nach der untern schmälern, und in der Figur punctirt angegebenen Rumpföffnung zu. Auf diese Weise nehmen alle Furchen gleich viel Samen aus dem Rumpfe auf, und leiten ihn troz alles Schüttelns in gleichen Striemen bis zur vordern Ausgußöffnung, indem derselbe über den höhern Rand der Furchen nicht wieder weggeschnellt werden kann. Die Ausgußöffnung muß der Berührungslinie beider Walzen so viel als irgend thunlich genähert werden, damit der einmahl aus derselben gedrungene Same sogleich von den Walzen ergriffen werde, ohne auf den Seiten ausweichen zu können.

An seinem hintern Ende ruht der Schuh auf dem Riegel, n, des Gestelles. Er hat in seiner Mitte hier ein eisernes Oehr, womit er sich auf den Nagel, o, des Riegels wendet. Seine ganze Stellung erscheint nach der Ausflußöffnung hin etwas geneigt, damit der Same schon von selbst etwas Fall dahin habe. Ueber der Ausflußöffnung ist er an 2 Schnüren, p, aufgehängt, die sich über eine durch die Gestelle quer durchlaufende hölzerne Welle, q, schlagen oder wikeln. Durch Drehung dieser leztern kann man den Schuh mehr heben oder senken, je nachdem man mehr oder weniger Samen zwischen die Walzen bringen will.

Das Rütteln des Schuhes geschieht durch den Nagel, r, der an einer oder der andern Seite desselben angeschroben ist. Er krümmt sich erst nach außen und dann nach unten, so daß er den auf diesem Ende gezahnten Rand der Walze, A, berührt und durch die, auf |184| der entgegengesezten Seite an das Gestelle angeschrobene Holz- oder Stahlfeder, t, in deren Zahnung hinein gedrükt wird. Der Rand der Walze ist in der Art eines Steigrades in einer Uhr gegossen, und drükt beim Umgange derselben durch seine Zahne den Nagel mit dem Schuh in schnell auf einander folgenden Momenten nach außen, wo derselbe dann gleich darauf immer wieder vom Zahn abschnappt, und durch die Wirkung der Feder zurükgeschnellt wird. Da ich es sehr zwekmäßig für eine regelmäßige Arbeit des Schuhes gefunden habe, wenn derselbe recht schnell gerüttelt wird, so gebe ich dem Rande der Walze bei 50 Umgängen95) derselben 12 Zähne.

Die zur Stellung des Schuhes dienende Welle, q, hat außerhalb am Gestelle ein kleines hölzernes Sperrrad, u, und an dem Gestelle selbst ist ein Sperrkegel, v, angebracht, der sie in der ihr einmahl gegebenen Stellung erhält.

In dem Schuhe steht der Rumpf, O, der auf gewöhnliche Weise eingerichtet, aber nur so klein ist, daß er über dem Gestelle der Mühle nicht hervorragt. Bis zur Hälfte seiner Tiefe hinab hängt ein Schlauch, P, von starker Leinwand, der in das obere Stokwerk führt, wo in den Oehlmühlen gewöhnlich die Samenvorräthe angehäuft liegen. Hier ist er an dem untern Ende eines großen Rumpfes befestigt, der, um an Aufsicht und Arbeit zu ersparen, wo möglich die in einem Tage zu quetschende Menge Samen fassen kann. Dieser große Rumpf versorgt dann den kleinen Rumpf der Mühle immer in der Art, daß dieser stets bis über die Hälfte gefüllt bleiben muß, so lange noch Same im großen Rumpfe vorhanden ist, und zwar auf folgende Weise: Sobald der Same nämlich vom obern Rumpf durch den Schlauch in den untern hinunterfallt, füllt sich dieser augenbliklich bis an die Mündung des Schlauchs, und schließt diese, während er durch seinen Druk noch etwas weniges über das Ende des Schlauchs im Rumpfe empor steigt. Durch den, auf diese Art durch den Samen selbst bewirkten Verschluß der untern Oeffnung des Schlauchs wird der Same verhindert, den kleinen Rumpf der Maschine zu überfüllen, so daß er nur in dem Maße weiter nachströmen kann, als der leztere sich wieder entleert.

Erklärung der Tafel.

Fig. 25. Aufriß der Mühle.

A, die fixirt umlaufende Walze.

B, zweite Walze. C, hölzernes Gestell der Mühle.

E, Einer der eisernen Hebel, die die Walze, B, auf die untere |185| Walze andrüken. d, Lager desselben für die Wellzapfen der Walze. e, eiserner Zapfen als Hypomochlio des Hebels. f, deutet die Stelle an, wo der Hebel durch einen Schliz im Stender geht, so daß er sich frei bewegen kann, und zugleich vor jedem Wanken nach den Seiten gesichert wird.

G, Querstange über den Drukhebeln. g, g, Furchen in leztern zur Aufnahme derselben.

H, Zugstange die zur

I, Holzfeder führt. h, Stellvorrichtung zur Verlängerung oder Verkürzung der Zugstange, H, 1 Schraube des untern Theils der Zugstange. Sie dreht sich in dem Gewinde bei 2, 5 und 6 Handgriffen zum Drehen der untern Zugstange. 7 und 8 eisernes Halsband für die Holzfeder.

K, und, L, die beiden Schaber, welche die Walzen rein von dem gequetschten Samen erhalten, i, und, k. Die sie andrükenden Federn dieser Seite.

l, und, n, Querriegel des Gestelles, an, l, sind die Schaber befestigt, und auf, n, ruht der Schuh.

M, der im Gestelle angebrachte Behälter, in welchen der gequetschte Samen fällt, m, der äußere, aus dem Gestelle hervorragende und offene Theil desselben, wo der gequetschte Same herausgenommen wird.

N, der Schuh. p, die Schnur dieser Seite, woran der rüttelnde Theil des Schuhes hängt. q, die Welle, worüber die Schnur sich schlägt, und wodurch der Schuh höher oder niedriger gestellt werden kann, r, der Schüttelnagel des Schuhs. u, Sperrrad an der hölzernen Welle für die Stellung des Schuhs. v, am Gestelle angebrachter Sperrkegel, um das Sperrrad und die Welle in der gegebenen Stellung festzuhalten.

O, der Rumpf.

P, der Schlauch von Leinewand, der dem Rumpfe den Samen aus einem obern, größern Rumpfe im zweiten Stokwerke zuführt.

Fig. 26. Senkrechter Längsdurchschnitt der Mühle.

A, und, B, die beiden Walzen.

C, Gestell. E, Drukhebel der hintern Seite. e, Nagel für sein Hypomochlion.

K, und, L, die Schaber. i, und, k, Federn derselben, an dem Riegel, l, befestigt.

I, Holzfeder.

M, Behälter für den gequetschten Samen. m, offenes Ende desselben.

N, Schuh. o, auf dem Riegel, n, befestigter Nagel, worauf |186| sich der Schuh mit seinem eisernen Oehre wendet. p, Stellschnur des Schuhs. q, Stellwelle desselben.

O, Rumpf.

P, Schlauch.

Fig. 27. Obere Ansicht der Mühle.

B, Die obere Welle.

C, das Gestell. D, Riemenrad zur Betreibung der Mühle.

E, und, F, Drukhebel, e, e, Nagel für die Hypomochlia der Drukhebel, G, Querstange derselben.

H, Oberer Knopf der Zugstange.

l, Querriegel des Gestelles, woran die Schaber geschroben sind.

m, Aeußerer Theil des Behälters für den gequetschten Samen.

p, p, Stellschnüre für den Schuh. q, die Stellwelle, u, Sperrrad derselben. v, Sperrkegel.

O, Rumpf.

Fig. 28. Obere Ansicht des Schuhes und der untern Walze mit ihren Lagern.

A, Untere Walze. a, und, b, Lager derselben.

C, Gestell. c, c, Riegel desselben für die Lager.

N, Schuh. o, Nagel, auf dem Riegel, n, des Gestelles für das eiserne Oehr des Schuhes befestigt, r, Rüttelnagel des Schuhes. Er wird durch den gezahnten Rand, s, der Walze, A, geschüttelt, t, Feder, um den Rumpf zurükzuschnellen, wenn der Rüttelnagel ihn rüttelt.

|180|

Ich verstehe hier den Rostocker Scheffel, der ungefähr 5/7 des Inhaltes eines Berliner faßt.

|181|

Sandsteine rathe ich nur im äußersten Nothfalle zu nehmen, da sie sich abnuzen, und öfter ersezt werden müssen. Zwar werden sie durch das sich in sie ziehende Oehl des Samens auf ihrer Oberfläche härter, als im Innern, indem das Oehl darin troken wird und erhärtet, dessen ungeachtet haben sie nach meinen Erfahrungen nicht den erwünschten Erfolg. Ueberdem findet man sie selten auch an allen Stellen von gleicher Härte, sie nuzen sich daher ungleich ab, und laufen unrund, was der richtigen Wirkung der Mühle sehr hinderlich ist.

|181|

Ich würde nicht gerne massiv gußeiserne Walzen nehmen, weil sie sehr schwer ausfallen, und die Anlage der Maschine unnöthig vertheuern. Die auf oben angegebene Weise zusammengesezten Walzen verbinden hinreichende Stärke mit Leichtigkeit. Werden sie sehr genau gegossen, mit grobem Sandsteine auf ihrer Oberfläche etwas vom Gußsande gereinigt und geebnet, und gut centrisch zusammengesezt und auf ihre Welle gekeilt, so wird das genauere Abdrehen derselben unnöthig.

|184|

Diese Geschwindigkeit ist, nach meinen Erfahrungen, die beste und zwekmäßigste für Walzen von der angegebenen Größe, jedoch geht dieselbe in der Kählertschen Mühle häufig über 60 Umgänge, ohne daß ein schlechteres Product geliefert würde.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Tafeln


Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: