Titel: Pferdefütterung.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1828, Band 30, Nr. XLIII./Miszelle 11 (S. 158)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj030/mi030043_11

Pferdefütterung.

Bekanntlich füttert man in Schlesien die Pferde häufig mit Brod aus gleichen Theilen Hafer und Roken und einem Theile gesottenen Erdäpfeln, welcher Masse man eine hinlängliche Menge Sauerteigs zusezt. Dieses Brod wird, nachdem es alt geworden ist, in kleine Brökelchen geschnitten und mit angefeuchtetem Häkerlinge gemengt. Zwölf Pfunde dieses Brodes in drei Mahlzeiten vertheilt, nähren das Thier hinlänglich. Man versichert auf diese Weise an 7 Pferden in 24 Tagen 49 Maß Hafer zu (à 20 Pfund)72) zu ersparen, und die Pferde sollen besser aussehen, als bei dem gewöhnlichen Futter mit Heu, Hafer und Stroh.

Ein hochwürdiger Herr Evans zu Llandefeilog, Karmarthenshire, hat eine andere Art von Pferdefutter eingeführt, die jezt in seiner Gegend allgemein ist. Sie besteht aus Stroh und gehakten Erdäpfeln oder aus Stroh und gemahlenem Heidekraute, das er mit Salzwasser befeuchtet, welches er bis zum Grade der Salzigkeit des Meerwassers salzt, oder dem er so lang Salz zusezt, bis ein Ei auf demselben schwimmt. Der Recueil industriel, N. 18 S. 271, aus welchem wir diese Notiz entlehnen, zweifelt sehr an der Nahrhaftigkeit des Heidekrautes, und verweiset auf den Bericht des Thierarztes Sully im Journal hebdomadaire. Salz ist allerdings den Pferden höchst zuträglich.

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Im Originale heißt es Boisseaux und ein Boisseau ist 20 Pfund. A. d. Ueb.

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