Titel: M'Curdy's Patent-Verfahren, dem Brantweine den Fuselgeschmak zu benehmen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1828, Band 30, Nr. LVIII./Miszelle 28 (S. 230–231)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj030/mi030058_28

M'Curdy's Patent-Verfahren, dem Brantweine den Fuselgeschmak zu benehmen.

Herr M'Curdy ließ sich im Oktober 1827 ein Patent darauf geben, dem Brantweine (Spirit) seinen empyreumatischen Geschmak (mit welchem der englische Brantwein gewöhnlich ausgestattet ist, wie er sagt) dadurch zu entziehen, daß er einen Maßtheil gepülverte Holzkohle auf 4 Maßtheile Brantwein die Blase gibt, wodurch er denselben zugleich von dem wesentlichen Oehle befreien will, das ihm anklebt. Das Register of Arts bemerkt Nro. 43, S. 294 sehr richtig, daß |231| dieser Kohlenpulverzusaz schon vor 100 Jahren, wiewohl vergebens bei Kornbrantwein gemacht wurde, und führt auch Ure's Meinung in dessen Chemical Dictionary in dieser Hinsicht an. M'Curdy wurde also von. den Schreibern, die in England Patente ertheilen, und die, wenn sie ihrem Amte hätten in Ehren vorstehen wollen, wissen mußten, daß diese alte Erfindung nichts taugt, um 1500 fl. geprellt, und dieß von Patent-Rechtswegen.“ (Das beste Verfahren, um den Brantwein zu entfuseln, ist, denselben mehrere Mahle mit Zusaz von Wasser bei der geringsten Wärme, am geeignetsten mittelst eines Wasserbades oder mittelst Wasserdämpfen, zu rectificiren. Dem einmahl rectificirten Brantwein hat man gleiches Maßtheil Wasser zur folgenden Rectification zuzusezen, und dieß bei den folgenden Rectificationen, die bis zur völligen Entfuselung fortgesezt Werden müssen, zu wiederholen. A. d. R.)

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