Titel: Vortheilhaftes Verfahren zur Darstellung des Chromoxyduls im Großen, vom Geheimen Bergrath Frick.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1828, Band 30, Nr. LXXIX./Miszelle 6 (S. 315)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj030/mi030079_6

Vortheilhaftes Verfahren zur Darstellung des Chromoxyduls im Großen, vom Geheimen Bergrath Frick.

Die bisher bekannten Verfahrungsarten, aus dem chromsauren Kali reines Chromoxydul darzustellen, sind für die Arbeiten im, Großen mit manchen Schwierigkeiten verknüpft. Durch das Glühen von chromsaurem Kali mit Schwefel, welches Verfahren zu dem angegebenen Zwek von Lassaigne vorgeschlagen wurde, entsteht schwefelsaures Kali, welches sich durch Aussüßen bei seiner Schwerauflöslichkeit nur mühsam fortschaffen läßt. Bei anderen, z.B. dem von Wöhler angegebenen Verfahren, muß die durch Glühen des Chormeisens mit Salpeter gewonnene Lauge erst mit Sauren neutralisirt und krystallisirt werden, wodurch die Arbeit kostspielig wird. Das nachfolgende höchst einfache Verfahren umgeht die angegebenen Schwierigkeiten und führt auf eine höchst einfache Weise zum Ziele.

Die durch das Aussüßen des geglühten Gemenges von Chromeisensteinpulver und Salpeter gewonnenen Laugen, die oft dunkel smaragdgrün gefärbt sind, werden in einem reinen eisernen Kessel sehr stark eingekocht, nach dem Abkühlen in große gläserne Gefäße gegossen, und durch Abgießen und Filtriren vom Bodensaz abgeklärt, dieser ausgesüßt und fortgeworfen.

Die klaren gelben Laugen enthalten außer chromsaurem Kali noch unzersezten Salpeter, und eine bedeutende Menge freien Kalis.

Man kocht diese Lauge in einem reinen eisernen Kessel mit hinzugesezten Schwefelblumen so lange, bis sich der entstandene Niederschlag von grünem Chromoxydul nicht vermehrt. Man prüft zu dem Ende die über dem Niederschlag sich klärende Lauge durch Kochen mit einer neuen Quantität Schwefelblumen, ob solche beim Einsieden noch einen grünen Niederschlag fallen lassen. Ist dieß nicht mehr der Fall, so wird der grüne Niederschlag mit. destillirtem Wasser hinreichend ausgesüßt, hierauf in verdünnter Schwefelsaure in der Wärme aufgelöst, die Auflösung mit Wasser verdünnt, vom rükständigen Schwefel getrennt, und die ganz klare grüne Auflösung mit reinem kohlensaurem Natron niedergeschlagen, ausgesüßt und getroknet. (Poggendorff's Annalen der Physik und Chemie Bd. XIII. S. 494.)

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