Titel: Ueber Wootzbereitung in Ostindien
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1828, Band 30, Nr. LXXIX./Miszelle 8 (S. 316–317)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj030/mi030079_8
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Ueber Wootzbereitung in Ostindien

theilt Herr Gill im technological Repository, Oktober, S. 216 einen Bericht aus Drs. Franc. Buchanan Journey from Madras mit, der allerdings einen historischen und kaufmännischen, aber obschon die Ofen und die kleinen Tiegel, die nur ungefähr 1 Pfund Wasser fassen, hier abgebildet sind, wenig oder gar keinen technischen Werth besizt. Das Einzige, was uns auffiel bei dieser indischen Stahlbereitung, ist dieses, daß man die kleinen Tiegel, deren man sich statt der Cämentirbüchsen bedient, aus ungebranntem Thone verfertigt, der bloß mittelst Reißkleien zusammengehalten wird, und daß man statt des Kohlenpulvers, Holz von der Cassia auriculata und ein paar grüne Blätter zu dem Eisen legt, das man in Stahl verwandeln will. Der Zentner solchen Stahles gilt 2 Pf. Sterling oder 24 fl. – Sollte es, da der Wootz der beste Stahl ist, besser seyn, das in dem Tiegel eingeschlossene Eisen mit Holz statt mit Kohlenpulver in Stahl zu verwandeln? Nimmt das Eisen den Kohlenstoff des Holzes, während dasselbe an seiner Seite im geschlossenen Tiegel zur Kohle wird, besser auf, als den Kohlenstoff der neben ihm glühenden, aber bereits früher gebrannten Holzkohle?

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