Titel: Ueber specifische Schweren der Mineralkörper,
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1828, Band 30, Nr. CII ./Miszelle 6 (S. 394–395)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj030/mi030102_6

Ueber specifische Schweren der Mineralkörper,

die so oft in technischer Hinsicht angewendet werden, hat Hr. Beudant im |395| Augusthefte der Annales de Chimie S. 398 eine Reihe von Versuchen angeführt, aus welchen erhellt, daß ein und derselbe Mineralkörper nach dem verschiedenen Gefüge, in welchem er vorkommt, oft weit größere Verschiedenheiten in Hinsicht auf specifische Schwere darbietet, als zwei ganz verschiedene Geschlechter von Mineralien. So bietet z.B. reiner kohlensaurer Kalk Differenzen von 1,348, Gyps von 0,064, Malachit von 0,2411 etc. dar. Je mehr sich ein Mineralkörper seinem krystallinischen Zustande nähert, desto größer wird seine specifische Schwere, und je kleiner diese Krystalle, desto größer ihre specifische Schwere und umgekehrt. Der Unterschied beträgt bei Krystallen desselben Körpers, wenn ihre Größe sehr verschieden ist, oft 1 bis 2 Procente. Feinfaserige und feinblätterige Mineralien haben immer eine größere specifische Schwere, als die gröberen, und dieß im Verhältnisse zur Feinheit ihrer Fasern und Blätter. Nur wenn die verschiedenen Formen eines und desselben Minerales gepülvert und in Pulver von gleicher Feinheit gebracht werden, zeigt sich dieselbe specifische Schwere, die Hr. Beudant allein als charakteristisches Merkmal benüzt wissen will.

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