Titel: Fortschritte des Diligencewesens in Frankreich seit dem vorigen Jahrhunderte.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1828, Band 30, Nr. CXII./Miszelle 2 (S. 420)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj030/mi030112_2

Fortschritte des Diligencewesens in Frankreich seit dem vorigen Jahrhunderte.

Wenn auch das französische Diligencewesen dem englischen noch weit nachsteht, so hat es sich doch seit dem vorigen Jahrhunderte sehr gebessert. Im Jahre 1767 hatte Paris nur 27 Diligencen, die die Stadt täglich verließen, und ungefähr 270 Personen mitnehmen konnten. Gegenwärtig fahren deren täglich 300 von Paris aus. Der lezte Pachtschilling für das Diligencewesen (Messageries) war vor dem Jahre 1792 nur 600,000 Franken; jezt beträgt dieser Pachtschilling jährlich 4 Millionen Franken. In der Mitte des vorigen Jahrhundertes kostete ein Plaz in der Diligence von Paris bis Lyon 50 Franken, und man blieb 10 Tage unter Weges; jezt bezahlt man 52 Franken und fährt diese Streke in weniger als 3 Tagen. Von Paris nach Rouen fuhr die Diligence ehevor 3 Tage lang, und man bezahlte 13 Franken; jezt fährt sie um eben diesen Preis in 13 Stunden. Im Jahre 1766 waren 14 Messagerien zu Paris; jezt sind deren 65. Galignani Mess. N. 4253.

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