Titel: Daniell's Verbesserung beim Zurichten der Tücher.
Autor: Daniell, Joseph Clisild
Fundstelle: 1829, Band 31, Nr. XIII. (S. 43–44)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj031/ar031013

XIII. Verbesserung beim Zurichten der Tücher, worauf Jos. Clisild Daniell, Tuchmacher zu Stoke, Wiltshire, sich am 2. Jäner 1828. ein Patent ertheilen ließ.

Aus dem London Journal of Arts. Septbr. 1828. S. 344.

Mit Abbildungen auf Tab. I.

Diese Verbesserung besteht in einem Apparate zum Zurichten der Tücher mittelst der Hand, d.h., mit Handkardätschen statt der sogenannten Rauh-Mühle (Gig-Mühle oder Geige), oder der Bürstenmaschine, deren man sich gewöhnlich zum Zurichten der Tücher bedient, nachdem das Haar auf dem Tuche geschoren wurde, um dem Tuche die gehörige Glätte und seinen Glanz zu geben.

Fig. 28 zeige diesen Apparat von der Seite. Er besteht aus zwei Endgestellen, a, a, die zwei steinerne Platten, b, b, führen, die also durchaus nicht elastisch sind, und auf welchen das Tuch ruht, während es mit den Karten oder Bürsten mit der Hand gebürstet oder zugerichtet wird.

Das Tuch, welches zugerichtet werden soll, ist auf der Walze, c, aufgerollt, und läuft von dieser über die Fläche der Tafel, b, und über die Walzen auf dem oberen Theile des Gestelles hinab über die andere Steinplatte, b, zur Aufnahms-Walze d.

An den Enden der Walzen, c, und, d, sind Sperrräder mit Sperrkegeln, |44| die in die Zähne der ersteren eingreifen, und so das Tuch gehörig ausgespannt halten.

Die beiden Stüke des Tuches, welche über die Steinplatten, b, b, hingespannt sind, sind nun in derjenigen Lage, in welcher das Tuch zugerichtet werden kann, was hier mittelst der in Fig. 29 vorgestellten Handkarden, oder mittelst eines anderen hierzu tauglichen Werkzeuges geschieht.

Nachdem das Tuch auf den Steinplatten hinlänglich zugerichtet wurde, werden die Sperrkegel aus den Sperrrädern ausgehoben, und die Walze, c, nachgelassen, um andere Theile des Tuches auf die Steinplatten zu bringen, die daselbst wieder zugerichtet werden.

Wenn das Tuch naß zugerichtet werden soll, so wird ein Trog, e, mit Wasser unter die Maschine gestellt, und das Tuch von der Walze, c, unter der Leitungswalze, f, in dem Wasser durchgeführt, wie die punktirten Linien zeigen.

Die Walzen, c, und d, werden, wie der Patent-Träger angibt, durch Kurbeln gedreht; zuweilen ist jedoch eine größere Kraft, als die einer Kurbel und einer Hand nothwendig, um das nasse Tuch über die Steinplatten gehörig zu spannen. In diesem Falle bringt der Patent-Träger an jeder Walze ein großes Zahnrad an, und läßt dieses durch einen Triebstok auf einer Spindel treiben, welche mittelst eines Laufbandes von einer Dampfmaschine oder irgend einer anderen Triebkraft in Umlauf gesezt wird. Dieser Triebstok kann mittelst eines Handhebels leicht außer Umtrieb gesezt werden.

Da es bereits ähnliche Apparate gibt, so nimmt der Patent-Träger bloß die Steinplatten, b, b, oder irgend andere harte Tafeln, als sein Patentrecht in Anspruch, wodurch, indem diese Platten nicht nachgeben, die Spizen der Karden kräftiger eingreifen, und das Haar ebener legen, als auf die gewöhnliche Weise.

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